Teil eines Werkes 
3 (1811) Anleitung zur Kenntniß der belgischen Landwirthschaft. 3
Entstehung
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großer Wirthschaften hat alle diese Quellen verstopft, und da es zu gleicher Zeit den Preis der Lebensmittel erhöhete, so zwang es so mächen Unglücklichen un⸗ ter einem günstigern Himmel den Unterhalt zu suchen, den er zu Hause nicht mehr fand. England sah dieser zunehmenden Entvölkerung zu, bis die Entzweyung zwischen ihm und seinen Kolonieen der Sache ein Ende machte.

Man rechne nun zusammen, und sehe, ob das Wohl und der Reichthum einiger großen Pächter und, wenn man will, die Gemächlichkeit großer Guts besitzer, ob sie die Nachtheile aufwiegen können, welche ihr System über die Volksmasse und den gan zen Staat zieht? Man bedenke, ob es nicht edler, nicht ehrwürdiger für einen großen Gutsherrn ist, statt 8 oder 10 feister Pächter, die sich oft anmaßen, es ihm in manchen Stucken an Aufwande gleich zu thun, 30 bis 5o thätigen und wackeren Familien Unterhalt zu verschaffen, und der Urheber ihres Wohls, und ihrer ganzen Existenz zu seyn? Welches befriedigende Gefühl für das Herz jedes Edeln, der ernährende Vater so vieler nützlichen Bürger zu seynꝰ Und für die menschliche Gesellschaft endlich, welcher nicht zu ermessende Unterschied zwischen der Indastrie und der Mäßigkeit dieser ehrwürdigen Ackerleute, und dem Prunke jener Gentelmans farmers, die sich einen ganzen Canton unterwerfen, und durch ihre Ambi tion und ihre Habsucht beherrschen?