Teil eines Werkes 
2 (1808) Anleitung zur Kenntniß der belgischen Landwirthschaft. 2
Entstehung
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steht mehrentheils im Hinter runde eines grasigten ge räumigen Hofes. Die zwey oder drey andern Wirth⸗ schafts ⸗Gebäude liegen unregelmäßig, doch in gehöri⸗ ger Entfernung umher; keins ist dem andern anhängig,

sondern durch Zwischenräume getrennt, die durch eine

geschorne Hecke von Weisdorn und Stechpalmen ge schlossen sind. Ein leichtes Gatterthor zeigt den Ein gang. Der Anblick eines solchen Pachthofes ist eben so angenehm ländlich, als der Aufenthalt darinn für seine Bewohner heiter und gesund ist.

Wie oft dachte ich bey jenem Anblicke an unsere stinkenden dumpfigen Bauerhöfe, wo zwischen zusam⸗ mengepreßten Scheunen und Stallungen sich der Tag mit Mühe durch ein Fuß langes Loch, dem man Eh⸗ renhalber den Namen eines Fensters giebt, schleicht, um eine verrauchte Kammer zu erhellen, in welcher ein halb Dutzend Menschen vergeblich nach frischer luft schnappen! Freylich macht Gewohnheit den Feh⸗ ler schöͤn; aber wer fühlt nicht, daß unter einem heitern schönen Himmel ihm das Herz freudiger in der Brust schlägt, als in der Hülle eines stinkenden Nebels? Man wird dieses vielleicht nur als Nebensache ansehen; allein ich denke immer: ein frischer fröhlicher Mensch geht mu⸗ thiger an seine Arbeit, als ein trübsinniger verschmutz⸗ ter. Uebrigens könnte dieses vielleicht einen Eigenthü⸗ mer bewegen, an seinen Pächter zu denken, und ihm aus Menschlichkeit ein paar größere Glasfenster einsetzen zu lassen, demjenigen aber, der einen neuen Pachthof zu errichten hat, Gelegenheit geben, einen hellen offenen Plan dafür zu wählen.

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