Teil eines Werkes 
1 (1807) Anleitung zur Kenntniß der belgischen Landwirthschaft. 1
Entstehung
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Ich habe zu verschiedenen Zeiten Pferdebohnen auf

Reihen gesaet; aber jedesmal schlug ihr Ertrag gegen den der breitwürfigen um. Nicht, daß sie nicht stärker angesetzt hätten als diese, sondern weil die Anzahl der Pflanzen allzugeringe gegen die der breitwürfig gesäeten war. Ich bin auch hier, wie überhaupt bey dem Drill⸗ säen, der schon oben S. 287. geäißerten Meinung, daß man nicht weniger als die Hälfte des sonst gewöhn⸗ lichen Saatgutes dazu verwenden misse. Die Erspa⸗ rung der andern Hälfte ist schon hinrichend genug, alle Nebenkosten zu decken, selbst wenn nan kein Drillwerk⸗ zeug hat. Meine Bohnen wurden nicht ab⸗ und ange⸗ pflügt, sondern zuerst gepferdeheekt, von dem Unkraute auf den Reihen mit der Hand gereiniet, und ein⸗ oder zweymal mit dem doppelten Streichbetspfluge) ange⸗ häufelt. Darauf ließ ich auch nog wohl etwas Rü⸗

bensamen über das Feld hinstreuen. Die Rüben miß⸗

lingen da selten, indem die Erdflöh ihnen unter dem Schatten der Bohnen nichts anhoen können. In leichterm, den Rüben eigenem und vohlbehacktem Bo⸗ den wird diese Nach⸗ oder Zwischefrucht nicht ohne Werth seyn, besonders wenn das und nach der Boh nenärndte sogleich übereggt und de Unkraut davon weggeschafst wird.

*) Die Abbildung dieses Pfluges wid im zweyten Ban⸗ de folgen.

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