Teil eines Werkes 
Bd. 1 : Abt. 2 (1832) Elemente der technischen Chemie
Entstehung
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Zink, Zinkblende, Galmeı. 7

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Vierzehntes Kapitel.

Vom Zink.

Zink, Zinc, Spiauter, Spelter, Tutenag, Tutanego,( mit letztern Namen.wird das chinesische Metall bezeichnet), wurde von Paracelsus im 16ten Jahrhundert als ein eignes Metall unterschieden und mit dem, Namen Zink belegt. Die Alten kannten wohl den Galmei, Cadınia, und wendeten denselben zur Messingbereitung an, jedoch das in demsel- ben enthaltne: Metall wufsten sie nicht darzustellen, obschon ihnen das weilse und graue Oxyd nicht unbekannt waren. Ehe man in Europa Zink in gröfsern Mengen darstellte, erhielt man dasselbe aus China, von wo es die Holländer zuerst, später die Engländer, ausführten.

Zink komınt nicht gediegen, aber als Oxyd, Schwefelzink, kohlens., schwefels., kiesel- und thonsaures Oxyd vor. Die wichtigsten Zinkerze sind:

1) Zinkblende, Zinc sulfure, Blende( black- Jack) kommt theils in Krystallen vor, Grundform ein Rhombenoktaöder, theils blättrig, strah- lig, fasrig, derb; der Bruch splittrig ins Ebne, von feinem Korn, durch- sichtig bis undurchsichtig, von starken Diamant- und Perlmutterglanz, schwarz, braun, roth, gelb, grün; die beiden ersten Farben sind die ge- wöhnlichsten; speeif. Gewicht 3,7 bis 4,2, zum Theil phosphoreseirend. Die Zinkblende besteht aus Zink und Schwefel, enthält in der Regel Schwefeleisen, S.kupfer, S.arsenik, auch S.kadmium,(S.silber). Man trifft die Blende auf Lagern und Gängen im ältern und neuern, seltner im Ur-, häufiger im Uebergangs- und Flözgebirge, begleitet von Kupfer-, Arsenik-, Eisenkies, Bleiglanz ete.: im Königreich Preufsen im Regbzk. Arnsberg im Siegenschen, bei Willnsdorf, am Harz bei Stollberg, zu Kupferberg, Querbach in Schlesien; im sächsischen Erzgebirge zu Frei- berg, Annaberg, Breitenbrunn, Rittersgrün ete.; in Böhmen zu Pırzi- bram, Miefs, Kuttenberg ete.; in Kärnthen zu Raibel und Bleiberg; am Harz zu Clausthal, Lautenthal, Andreasberg, im Rammelsberg bei Gos- lar; im Herzogthum Nassau im Dillenburgschen, an der Lahn; im Grofs- herzogthum Baden zu Wolfach, Badenweiler, im Münsterthal; im Can- ton Graubünden zu Davos; in Frankreich, Grofsbritannien Flintshire, Cornwall, Cumberland; in Schweden, Norwegen.

2) Galmei, Zine silicate, Z. oxide silieifere, Calamine, Pierre ca- laminaire, findet sich theils krystallisirt, in blättrigen Krystallen, wel-