Teil eines Werkes 
2 (1781) Horatius Benedictus von Saussure, Professors der Weltweisheit zu Genf Reisen durch die Alpen. 2
Entstehung
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Natur und Structur des Buet. 301

westen aber dehnen sich die Abhänge des Bergs auf eine große Entfernung aus, und endigen sich durch Eiswän⸗ de, die ihm den Namen Gletscher gegeben haben, und die in der That einen Gletscher von der zweyten Art bilden.(§. 529.)

§. 581.

Matur der erhäbensten Felsen des Buet. Ihre Lage. ö

Man kann also keine Steine von dem Gipfel des Bergs losmachen; da aber auf der westlichen Seite die denselben bedeckende Schneekappe nach und nach dünner wird, so läßt sie endlich Felsen nackt, die eine Fortse⸗ tzung der Felsen des Gipfels zu seyn scheinen.

Diese Felsen sind von einer kalkichten Steinart, de⸗ ren blättrichte Bildung und schwarzgraue Farbe ihr das Ansehen des Schiefers geben würden, wenn nicht die Unregelmäßigkeit und Grobheit der Blätter, ihre matte Farbe, welche gar nicht den gehörigen Glanz des Schiefersteins hat, und endlich auch die Beschaffenheit ihres Korns im Bruche, ihre kalkichte Natur verrie⸗ then. Die chymischen Versuche beweisen deutlich, was ein geübtes Auge bey dem bloßen Anschauen erkennt. Diese Steinart veranlaßt mit dem Scheidewasser ein lebhaftes Aufbrausen; sie löset sich aber darin nicht gänz⸗ lich auf, indem einige Theile von Thon oder vielmehr von Hornstein, die dieser Steinart einen erdichten Ge⸗ ruch geben, wenn man sie anhauchet, der Wirkung des Auflösens widerstehen. Sie enthält auch einige Eisen⸗ theile, und einige eckige Quarzkörner, welche man aber erst dann findet, wenn das Scheidewasser alles von dem Steine ausgezogen hat, was es davon auflösen 4

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