298 Zehentes Kapitel.
Ich würde unterdessen mehr Bedenken tragen, all⸗ gemeine Schlüsse aus einer so kleinen Anzahl von Be⸗ obachtungen zu ziehen, wenn nicht die schönen Versuche des Herrn Volta über die entzündbare Luft bewiesen hätten, daß beständig eine unermeßliche Menge von dieser Luftart hervorgebracht wird, die, da sie viel leich⸗ ter als die gemeine ist, sich in die Atmosphäre erhebt, und folglich eben deswegen in den höchsten Gegenden derselben in größerer Menge muß gefunden werden. Wenn aber diese Luft mit der gemeinen vermischt wird, so macht sie die letztere vuum Athemholen weniger taug⸗ lich, und vermindert ihre Eigenschaft, durch Vermi— schung der Salpeterluft verschlungen zu werden.(Sie⸗ he Lettere sull' Aria infiammabilée, nativa delle paludi, Como 1777 0: ein mit vielem Scharfsinn geschriebenes Werk, in welchem Herr Volta von der Zusammen⸗ häufung der entzündbaren Luft in den erhabensten Ge⸗ genden der Atmosphäre die Auflosung einer Menge für die Meteorologie wichtiger Probleme hergeleitet hat.)
Es scheint also nach diesen Versuchen und Grund⸗ sätzen, daß, wenn die Luft von den niedrigen Ebenen weniger gesund ist, weil sie wegen ihrer Dichtigkeit die aufsteigenden groben Ausdünstungen annimmt und er⸗ hält, von einer andern Seite die Luft von den Bergen,
die
Man hat zwo deutsche Uebersetzungen von diesem Werk⸗ chen, deren die eine, die ich vor mir habe, unter folgen⸗ dem Titel 1778.8. zu Winterthur herausgekommen: Brie⸗ fe über die natürlich entstehende, entzůndbare Sumpf⸗ luft von Zrn Alexander Volta ꝛc. Der in der Che⸗ mie sehr erfahrne und durch verschiedene andere Werke und Unternehmungen bekannte Herr D. Fiegler ist der Ver⸗ fasser davon, da die andere von Hrn. Röstlin, auch ei⸗ nem dieser Dinge sehr kundigen Manne, ist. W.
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