XX Vorrede
Ich habe z. B.ziemlich umständlich die Geschich⸗ utdu te der Steine und Erdarten abgehandelt; weil ich bnfe glaube, dieselbe bahne den sichersten Weg zur Theorie funtx der Erde, und mache einen der unentbehrlichsten An⸗(9 fangsgründe derselben aus. Man muß die Natur ei⸗ ymne ner Substanz und ihre einfachen Theile kennen, wor⸗ Rer aus sie besteht, ehe man sich erküͤhnt, Hypothesen über ihren Ursprung und Bildung zu erfinden. Nun kann 103 man aber ohne ehymische Analysis mit Sicherheit die 1070 Natur dieser einfachen Theile und ihrer Verbindung bat nicht bestimmen. Und also ist diese Analysis dem Ge⸗ 01 ologen so unentbehrlich, als die mathematische dem 1 0 Sternkundigen; und die Erfahrung hat gezeigt, daß 0 alle, die sich in diese Kaufbahn gewagt, ohne durch die AEü Fackel der Chymie beleuchtet zu seyn, in die gröbsten 3 Fehler gefallen, und fast bey jedem Tritte gestrauchelt W haben: zum Beyspiel davon darf man nur Whiston, MI Woodward, Lazarus Moro und andere nennen. W Man muß daher in die Werkstätte der Kunst eintre⸗ Mo ten, um die Geschäfte der Natur kennen zu lernen. uy
Inzwischen konnte und wollte ich doch nicht in ei⸗ ih9 nem Wer ke, wie das meine, ein voll ständiges System ualauj einer auf Chymie gebauten Lithologie geben. Um y deswillen glaubte ich folgende Mittel straße gehen zu iH müssen. Ich habe mich auf die Beschreibung der ab⸗ Ir gerundeten Kiesel(cailloux roulés) in unsern Ge⸗ Me genden eingeschränkt, und darin die Convenienz ge⸗ IId n funden, daß gerade die Steinarten sich bey diesen Kie⸗ Is seln finden, deren ich in den Alpenreisen am meisten Richm werde zu erwähnen haben. Ich habe die minder be⸗ dselt kannten Arten mit vieler Sorgfalt beschrieben, und dihg die Versuche, welche ich über die Schmelzbarkeit die⸗ thrn ser verschiedenen Steine anstell le, leiteten mich auf die ahug:
Ent⸗


