Teil eines Werkes 
2 (1801) Entwurf einer Ackerbau-Theorie nach der Natur und den neueren Erfahrungen systematisch geordnet. 2
Entstehung
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Tabelle

4.

Zur Beurtheilung und Uebersicht bei der Mekhode, den fortgesetzt natürlichen Gebrauch zur Erhaltung der Ackerfruchtbarkeit anzuwenden.

Zu Seite 13.

J. Dreifelder-Wirthschaft J. Braache(ohne Kleeanbau) 2. Wintergetraide 3. Sommergetraide

Die Art der Abwechselung ist bekannt genug;

weniger aber der Umstand, daß dieses so weit verbreitete Ackersystem nur in dem Falle der nö⸗ thigen Temperatur-Erhöhunng, keineswegs aber in dem Temperatur-Mäßigungsfalle, wo als⸗ denn die hier besondre verhältnißmäßig zu große Getraidesaat und der daraus natürlich fließende Mangel an Gährung und hinlänglicher Acker⸗ fruchtbarkeit schädlich wird, anwendbar ist. Es wird daher allemal ein Acker, der entweder an sich, oder durch seine ansehnlichen Nebenhülfs⸗ mittel schen fruchtbar, zugleich aber mehr feucht als trocken ist, dabei vorausgesetzt.

1) Unrichtig angewandte, wohl beinahe stets unver⸗ hältnißmäßig, oft nicht zur Hälfte des Braäch⸗ landes nach H. 253. erfor⸗ derlich zulängliche Dün⸗ gung.

ger Dauer seyn kann.

2) Nur 3 des Feldganzen zu Futter, oder vielmehr Braachweide, statt der Hälfte nach h. 252, wel⸗ che aber zu unbeträcht⸗ lich, unzulänglich, und wegen der Braacharbei⸗ ten auch selten von eini⸗

II. a) Mecklenburgische Schlagwirth

schaft

I. Zähe Braache

2. Roggen

3. Gerste

4. Mistbraache

5. Roggen

6. Gerste

7. Hafer

8.

1) Unrichtig angewandte, aber nach§. 253. ver⸗ hältuißmäßige Düngung.

2)5 Viehweide inclul. der Mistbraache und 4 Jahr Weide. Nach H. 262, et⸗ was zu wenig.

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2

3 Winterverraasung bei 3 Braache im Früh⸗ jahre und 3 Winterfeld, welche nach§. 269. in ihrem guten richtigen Verhältnisse stehet, mit den

4

93 Sommerbearbeitung, bei 3 Braache und 3 Sommerung. Weñ stark

gedüngt und daher auch viel späte Gerste gesäet werden kann, erhält die

Sommerbearbeitung da⸗ durch ein noch besonderes Uebergewicht nach h. 280 und§. 282.

5) Nur 3 natürlicher Graswuchsbeitrag zur Erneuerung oder Ver⸗ stärkung der Gährungs⸗ fähigkeit, statt nach§. 204. die Hälfte. Und in der Regel keine künstliche Graswuchsanwendung.

6) 3 Getraidebau, statt nach§. 312. nur die Hälste im Winterfelde (dem übrigens die 4 ge⸗ dachten Vortheile zu gu⸗ te kommen) und auch im Sommerfelde zwar rich⸗ tig vertheilt, aber in An⸗ sehung des letzteren keine gut eingerichtete Saa⸗ tenfolge.

7) 3 Winterkorn, statt nur 4 nach h. 316. Ein Nach⸗ theil, der nach§. 317. zwar oft durch Strohan⸗ kauf in etwas verbessert wird.

8) 3 Sommerkorn, gegen den 319.§.

9) Gräswuchsbestockung und rother Klee, fehlt gegen§. 327. ganz.

10) Wiesen bei hoher Tem⸗ peratur nothdürftig und von besserer Wirkung, wie bei niedriger Tem⸗ peratur; wo Wiesewachs zwar häufig, aber ohne sonderlichen Einfluß auf die Ackerfruchtbärkeit ist.

11) 3 Braache, die bei Anwendung der künst lichen Fruchtbarkeit ganz fehlen sollte.

3) Pr Winterverraasung,

nämlich 2 mal Winter⸗ roggen, mal Mistbraa⸗ che, und 3 statt 4 Gras⸗ wuchs⸗Jahre.

4

rSommerbearbei⸗

tung. 2Braachen, 2 mal Gerste und 1 mal Hafer. Desgleichen nach§. 281 und 282. noch 3 Jahre Sommerbearbeitung.

5) 7r Graswuchs⸗Erzeu⸗ gung für die Verstärkung der Gährungsfähigkeit. Nämlich 1 Jahr Mist⸗ braache im Frühjahr, in⸗ dem die zähe Braache hier wegfällt. Nach H. 295. 3 Jahr Weide statt 4.

6) Ar Getraidebau und 7) 2r Winterroggen.

8) 2r Sommerung, Ger⸗ ste und Hafer.

9) Pr Graswuchs⸗ Be⸗ stockung nach§. 327. u. kein Klee.

10) Wiesen, wie oben.

11) Fr Braachen über⸗ haupt.

b) Holsteinsche Koppelwirthschaft Buchweitzen

Roggen

Gerste

Roggen

Hafer

NE

1) Unrichtig angewandte, aber zulönglich und ver⸗ hältnißmäßig reichliche Düngung nach Buch⸗ weitzen.

2) r Viehfutter u. Wei⸗ de, nach§. 262. gut.

3) Fr Winterverraasung, nämlich 2 mal Winter⸗ roggen auf ö Jahre: Klee und Weide, zusammen 4

Jahre, nach 9. 270.

)F Sommerbearbei⸗ tung bei Buchweitzen, Gerste, Hafer, u. 2 Jah⸗ re auf 6jährigen Gras⸗ wuchs. Desgleichen nach §. 284. Pi auf Dünger, nach Buchweitzen.

5) r Graswuchs⸗Erzeu⸗ gung, nämlich Buch⸗ weitzen und 4 Jahre auf die 6 Klee- und Grasjah⸗ re nach§. 295.

6) Er Getraidebau, jedoch Yr Korneranbau; allein sehr üble Saatenfolge.

7) r Wintersaat gegen

8) r Sommerung.

9) yr Graswuchs-Be⸗ stockung bei Buchweitzen, Klee und Weide.

10) Wiesen, wie oben.

11) 1. Braache in den Weidejahren.

0 virthschaft kistbraache Roggen Erbsen oder Buchweitzen a

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Viehweide

OS*

ders bräuchbar und gut

Nochmals Mecklenburg. Schlag⸗

Bei sehr hoher Feldtemperatur beson⸗

1) Unrichtig angewandte, aber verhältnißmäßig sehr reichliche Düngung.

2) 3 Viehfutter und Wei⸗ den.

3) 2 WMinterverraasung, nämlich mal Roggen, und statt 4 Jahren Vieh⸗ weide und Mistbraäche nur 3 Jahre.

4) Sommerbearbeitung,

nämlich 1 mal Erbsen, mal Gerste; statt vier Jahren Weide nur zwei

Jahre Sommerbearbei⸗

tung, 1 Jahr Mistbraa⸗ che und 5 auf Dünger

nach Graswuchs.

5) Graswuchs-⸗Erzeu⸗ gung, nämlich 1 mal Erbsen, und statt 4 Jah⸗ ren Graswuchs, mit Ein⸗ schluß der nachfolgenden Mistbraache, nurs wirk⸗ licher Graswuchs.

6) Getraidebau, und dochs Körneranban. Die Saatenfolge unverbesser⸗

lich, und 7) Wintersaat gegen 8)* Gerste u.? Erbsen.

9) 2 Bestockung bei Erb⸗ sen oder Buchweitzen, 4 Jahren Weide.

10) Wiesen, wie oben.

11)? Braache.