— 155—
der Gegend oder ihrer Lage, denen sie nicht auswei— chen können.
Durch die Umstände bewogen, hat die Acker— baugesellschaft von Naz die Idee einer Anstalt auf— gefaßt, deren Zweck und Nutzen wir hier anzeigen.
In der Nähe der Hauptstädt, des natürlichen Mittelpunktes aller Industrie, wird diese Gesellschaft eine Heerde Merinos halten, welche durch die Ver— edlung zur äußersten Feinheit und anderen zu ver— langenden Eigenschaften der Wolle gebracht worden ist. Die Schäferei wird allen Eigenthümern oder ihren Beauftragten offen stehen. Ihr Vorsteher wird besonders die Verbindlichkeit haben, über alle, auch die kleinsten Umstände Belehrung und Weisung zu ertheilen, die gleiche oder verschiedene Beschaffen— heit unter den Proben, die man ihm von feinen Heerden vorlegen wird, mit den nöthigen Erklärun gen, zu zeigen, und endlich alle Fragen, welche an ihn können gethan werden, zu beantworten.
Neben dieser Schäferei veredelter Schafe wird man eine andere sehen, ebenfalls von reiner Art, aber weniger Feinheit, welche von ausgezeichneten Böcken bedienet wird, und daselbst wird man den Gang und die Fortschritte der Veredlung verfolgen können.
Wenn die Hoffnungen der Gesellschaft nicht täuschen, so wird sie außerdem einige Schafe von besonderer Art halten, die Wolle zum Kämmen her— vorbringen; dann wird man bemerken können, was man zu thun hat, um durch die Vermischung ver— schiedener Arten Schafe eine Sorte Wolle zu erhal— ten, deren unsere Fabriken glatter Zeuche bisher noch ermangeln.
Die Besitzer von Merinos, welche diesen Zweig der Industrie lieben, werden zum Briefwechsel mit der Anstalt eingeladen. Die Nachrichten, welche sie


