Teil eines Werkes 
1 (1784) Vermischte Schriften physisch-medicinischen Inhalts. 1
Entstehung
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434 Eine neue

Abt Belir Fontana, schon berühmt durch so vie le nützliche Entdeckungen, womit er das menschliche Wissen bereichert hat, machte seit etlichen Jahren eine neue und höchst wichtige in Betreff der Verschlingung der Luft: er fand nämlich, daß eine stark glühende Kohle, ungefähr achtmahl ihren Inbegriff an Luft beym Ersticken verschlinge. Er tauchte eine ganz glü⸗ hende Kohle unter Quecksilber, hielt sie so lange darin, bis sie völlig todt war; alsdenn ließ er sie unter ein mit der Oeffnung nach unten gekehrtes cylindrisches Gefäß voll Luft, durch das Quecksilber von der freyen Luft abgeschnitten, aufsteigen; die mit Quecksilber ge⸗

eingeschlossenen Luft eine sehr große Menge, und, war die Kohle groß genug, so verschlang sie sie ganz, und das Quecksilber trat an ihren Platz. Das nämliche hat⸗ de allemahl Statt, als er die Kohlen auslöschte, er mochte es thun, wie er es wollte, wenn er nur ver⸗ hinderte, daß sie beym Ablöschen außer Quecksilber weder Luft, noch Wasser, oder einen andern flüssigen Körper einsaugen konnte. Diese Entdeckung schien ei⸗ nen Weg zu eröffnen, um eine neue Art von Luft⸗ pumpen zu erfinden. Auch hat Abt Fontana selbst, wie nicht minder unterschiedliche andere Naturforscher, de nen die Nachricht von dieser Entdeckung zugegangen ist, mancherley Verfahrungsarten ausgedacht, wie man die⸗

sattigte Kohle verschlang auf der Stelle von dieser