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Die Wäsche der Wolle und ihr Interesse für Woll-Producenten, Fabrikanten und Händler / von J. C. Possart
Entstehung
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Mehrere Tage vorher, ehe das Waschgeschäft beginnt, legt man die sortirte Wolle nach und nach sortenweise auf eine Hürde von Draht oder Weidenholz, welche von zwei hölzernen Schragen oder Stützen getragen wird; hier wird nun die sortirte Wolle mit platten Stöcken partieenweise abgeklopft(oder gehauen,) und mit den Händen gelüftet, damit die allenfalls vorhandenen Stichel haare, Staub, Anhängsel vom Futter, nachdem sie einige mal gerüttelt worden ist, davon befreiet werden.)

Man muß bei diesem Geschäft oft die Hände zu Hülfe nehmen, und die am stärksten verunreinigten Woll flocken öfters ganz auf die Seite legen, um sie allein zu waschen, hierauf aber wieder in ihre Sorten zu bringen.

Mit dieser Wolle werden nun die drei Behälter oder Bassins mit warmem Wasser, jedesmal mit 125 bis 150 Pfund an Gewicht angefüllt, und nach Reaumur in 45 55 Grad warmes Wasser, fast eine halbe Stunde lang eingeweicht. Nach Verlauf dieser Zeit kommt diese Wolle in den Kanal oder in das kalte Bad, wo sie gleich rein ausgewaschen wird.

Man rechnet, und ich habe mich aus eigner Erfah rung davon öfters überzeugt, daß bei gehörigem Eifer mit 3 Bassins, in welchen die Wolle in warmes Wasser eingeweicht wird, 30 36 Centner rohe Wolle täglich rein ausgewaschen werden können, wozu 16 Personen nöthig sind.

) Diese Operation, um das Futter herauszubringen, ist in Spanien nur bei den Estantes-Schafen nothwendig, indem die Merinos transhumantes oder Wanderschafe, das ganze Jahr im Freien

leben und die Wolle durch Futtertheile nicht verunreinigt werden kann. A. d. Herrn Petri.

Heit