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Die Strich-, Zug- oder Wander-Heuschrecke : vom Eie an beobachtet und beschrieben / von Franz Körte
Entstehung
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gen; allein kaum aufgehoben, fielen sie wieder nieder. Mehrere Thiere, schon in der Begattung begriffen, wur den wahrgenommen. Wir suchten in der Feldmark wei ter, und fanden einige tausend Schritte von jenem Korps hinter einem Haferfelde auf Dreeschland abermals einen solchen Platz, wo sich die Heuschrecken auf einem kleinen Raum in beträchtlicher Menge niedergelassen hatten. Bei der sehr großen Masse von Insekten, welche ich bei dieser Gelegenheit gesehen habe, ist weder von mir noch von einem meiner Begleiter ein Thier gesehen wor den, welches sich durch besondere Größe, Zeichnung, schreiende Farben, oder hinsichtlich der Form auffallend ausgezeichnet hätte. Ich glaube daher bis jetzt nicht, was mehrere ältere, auch neuere Reisende und Schrift steller über einen besondern Heerführer, der sich durch Gestalt, Farbe und Geschrei auszeichnen soll, gesagt ha⸗ ben. Wohl aber ist es mir wahrscheinlich, daß, wenn der Moment eines allgemeinen Aufbruchs gekommen ist, der durch die vollkommen ausgebildete Kraft des Insektes, durch Mangel an Futter, ja selbst durch Geräusch her beigeführt werden kann, und sich ein Thier eines Feldes erhebt, durch dessen Geräusch und Ton, welchen der Flug hervorbringt, die übrigen Heuschrecken des Feldes, über welche dieses hinwegfliegt, gleichsam allarmirt werden, sich nach und nach erheben, und auf diese Weise der Schwarm gebildet wird. Wo die vorderste Heuschrecke sich nieder⸗ läßt, fallen die folgenden aus Instinkt nieder, und es bil den sich so größere oder kleinere Korps. Hebt sich nun ein solches durch irgend eine Veranlassung, und fliegt über ein zweites hinweg, so erhebt sich auch dieses, und es ent steht ein doppelt großes Korps. Dieses geht so fort, bis