- Veränderlichkeit ihres Klima's von zu großer Dürre verschont waren, die sonst in andern Gegen-
" forität dafür spricht, so ist es doch keinem Zweifel unterworfen, daß zu dieser Zeit die Flamlän-
dels Europa's in den Händen dey Flamländer.=- Anfänglich machten die Franzosen die größten Ankäufe, da sie durch ihren fruchtbaren: und gut kultivirten Boden besonders begünstigt waren, von ihren Nachbaren, den industrieusen Flamländern, feine Wollentuchßzu faufen.(Megeri Ann. flandr. G. 18. 6.=- de Witts Interest of Holland p. 17. Mische WberneEn:
1066. Die frachtbaren und-ausgebreiteten Weiden der britischen Inseln, welche durch die
den das Gras zerstört, haben seit den frühsten Jahrhunderten unzähligen Heerden zur Nahrung ge- dient; von diesen haben die Eingebornen. den größten Theil ihrer Nahrung, Bekleidung, Betten, Waffen und selbst ihre Boote erhalten.=- Selbst die Felle waren ein gewöhnlicher Handelsartikel der Briten, bevor sie den Römern unterworfen wurden.= Und wenn gleich keine positive Au-
der, welche die großten Manufakturen feiner Wolle in Europa- besaßen, große Luantitäten Wolle aus Britannien bezogen, wie dies aus späteren Zeiten bekannt ist(M. Westm. p. 396.) und was auch aus den unverhältnißmäßigen Preisen der Vließe hervorgeht, welche nach dem 68sten Geses des Ine, Königs der West-Saxen, zu 2 Pfennig geschäßt wurden, obgleich der Preis eines Schaafes nebst Lamm, nach dem 56sten Gesel desselben Königs, nur 41 Schilling betrug (selbst nur 5 oder 4 Pfennig). Nach dem 8ten Geseß des Königs Edgar war der höchste Preis, der für eine Last Wolle genommen werden durfte, auf ein. halb Pfund Silber festgeseßt, wenn die Last, wie jeßt, 182 Pfund betrug, beinahe 3 Pfennig pro Pfund, ein Preis, welcher, in soweit als wir Vergleiche aufzustellen vermögen, gegen andere Artikel als hoch betrachtet wer- den fann.
1102. Eine große Anzahl Flamländer, welche durch ein außergewöhnliches Austreten der See aus ihrem Vaterlande vertrieben worden waren, kamen unter der Negierung Wilhelms des Eroberers nach England, indem sie sich viel von dem Schuße der Königin, die eine Flamländerin war; versprachen. Wilhelm, erfreut über die Ankunft dieser Fremden, sandte einen großen Theil derselben nach der nördlichen Grenze, vorzüglich nach Carlisle, und die andern nach den übrigen Theilen des Landes. Da König Heinrich aber fand, daß die Flamländer sich nicht gut mit sei- nen“ anderen Unterthanen vertrugen, so verseßte er sie sämmtlich nach einem Distrikt, den er den Welschen genommen Hatte, und den man Ros nannte( jeßt ein Theil von Pembrofeshire), wo ihre Nachkommenschaft von ihren welschen Nachbaren noch heut zu Tage unkerschieden werden kann.---
Es war ein tkapferes und muthiges Volk, welches eben so gut das Schwert, als den Pflug handhabte; auch waren sie in der Wollenmanufaktur geschickt, welches der Hauptnahrungszweig ihres Landes ist, wie sie überhaupt auch den Handel gut verstanden, so daß es in jeder Hinsicht eine sehr schäßenswerthe Kolonie war, sowohl als Schußwehr gegen den Feind betrachtet, als wie als erste Gründer der Manufakturen feiner Wollenwaaren in England.==(Flor. Wig- p- 633. W. Malmob. F. 89. 6. Cyr. Cambr. p. 848. ed. Camd,)


