RENS IS
die Wolle am stärksten im Durchmesser der einzelnen Fär den und sie, liefern das mehreste Gewicht. Sie wachsen auf zu großen, breiten, diEknochigen Gestalten mit möge lichster Wollbewachsenheit.
Beyläufig gesagt, bin ich der Meinung, daß keine von beyden Lokalitäten, wo sich die eine ganz besonders für die Elektoral8, die andere besonders für die Infanta- dos eignet, die wünschenswertheste ist. Bey der ersten verliert man zuviel an Wollmenge; bey der lebtern zu sehr am Preise und Rufe. Die vortheilhafteste ist dieje- nige, welche mitten inne steht. Wenn hier eine ziemlich wollreiche Elektoralrace angeschafft und auf Wollmenge fortgearbeitet wird; so ist in kurzer Zeit, dem eigentli- <en Elektoralcharakter unbeschadet, ein solches Ziel zu er? reichen. Bey guter Nahrung wird zwar die Wolle etwas an Sanftheit und Milde verlierenz aber immer noch gez nug davon behalten, als daß sie nicht die Sächsische Elektoralwolle durch mehrere Geschlossenheit der Vließe, mehrere Kraft und Kern übertreffen sollte., Der Wollfa- brikant wird“ sie eben so gut bezahlen wie jene, weil sie, ohne barsch zu seyn; mehr Leben hat. Der größte Vor- &heil. wird aber gutes Gewicht seyn,
Man findet natürliche und künstliche Weiden dieser Art. Die erstere auf Feldern und Aengern(Rasen), wels <e wenig Säuern enthalten, und deshalb-- zwar nicht so milde Gräser wie in Sachsen, wo gar keine Säuern im Boden zu seyn scheinen, hervorbringen; aber auch
nicht so sauere oder herbe, wie auf der eigentlichen In-
fantado- Weide wachsen,;
Da aber auch der Graswuchs sehr üppig ist: so lei- den die Thiere=-- wenn sonst die Weide nicht übertrieben == nie Hunger, ohne sich die Bäuche übermäßig zu füllen.;


