RENEE
VILL
seyn, als der gediegendste Lehrvortrag, indem sie ge- wissermaßen wie die Beantwortung vorgelegter Fragen zu betrachten ist,
Wenn meine Ansichten über Schaaf- und Woll- zucht den allgemeinen als richtig anerkannten Grund- säen hier und da grade entgegen laufen; so ist es kei- neswegs meine Absicht, diese zu verwerfen und jene zu remplaciren; sondern ich spreche sie nur aus, um, im Fall etwas brauchbar davon ist, sie zur gefälligen Verwendung anzubieten.!
Einiges von meinen Ansichten beruhet auf mehr- jähriger Beobachtung der Schaafe und ihrer Züchtung in verschiedenen Lokalitätenz einiges sind nur Vermu- thungen.
Es können sich aber sowohl dort, wie hier, Jrx- thümer eingeschlichen haben 3; denn der Menfc< beur- theilt selten eine Sache ganz unbefangen. Hat er erst eine Vorliebe für irgend eine Jdee gefaßt, so leistet er ihr, ohne es selbst zu wissen, auf Kosten der Unpar- theilichfeit allen möglichen Vorschub und betrügt fich so selbst. Diese Schwäche liegt in der Unvollkommen- Heit der menschlichen Natur und Niemand ist ganz frey davon, weshalb ich denn auch Mißtrauen gegen mich selbst hege.
Bey Bermuthungen kann man sich noch leichter irren, weil sie ein Produkt der schaffenden Phantasie sind, welches sim in der Wirklichkeit oft. ganz anders gestaltet, wie man erwartet. Die Erfahrung lehrt
schrei feine schied mie stehn sow schi! eigen


