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Ueber ehemalige und jetzige Behandlung eines livländischen Hakens und die verschiedenen Hakenrevisionen / von Heinrich v. Hagemeister
Entstehung
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Im Ganzen genommen, iſt ein ſolcher Haken hinſichtlich der Leiſtungen noch ißt, das was er vor Jahrhunderten war, denn es beſtehen ſelbige aus zwei Sommexr/Fußarbeitern und zwei Arbeitern mit Pferden durch das ganze Jahr, die in jeder Woche fünf Tage fröhnen, und mit denen zuſammen'20 Loofſtellen im Winterfelde und eben ſo viel im Sommerfelde des Hos fes beſtellt werden dürfen. Die verhältnißmäßig bes rechnete Hülfs/ Arbeit reicht zur Heu! und Korn:Erndte, Verwändlung und Verführung derſelben, und zur Ans fuhr des nothwendigen Bedarf8 an Baumaterialien Hin. Gewiß iſt es: daß ungeachtet der geſteigerten Hakenzahl, jeder Haken durchſchnittlich ikt von 70 Mens ſchen== jedes Alters und Geſchlechts= bewohnt wird, und wann wir dieſe Verhältniſſe mit der Haken: zahl vom Jahre 1641, und der 40 Jahre ſpäter von der Ritterſchaft angeführten durchſchnittlichen Bevölkes rung eines Hakens verglichen, ſo ergiebt ſich: daß ſeit 185 Jahren die Volksmenge in dem Verhältniſſe von x zu 4, der Anbau des Landes aber in dem von 4 zu 7 zugenommen habe..

Nach allem bisher Angeführten iſt es einleuchtend: daß es in Livland vielleicht nicht zwei Bauerhaken giebt, die völlig gleichen Flächen- Inhalt umfaſſen, indem die