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Ueber ehemalige und jetzige Behandlung eines livländischen Hakens und die verschiedenen Hakenrevisionen / von Heinrich v. Hagemeister
Entstehung
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Bedürfniſſe erforderliche Hülfsarbeit, nebſt einigen Naturalabäaben. QWGewöhnlich fanden ſich 4 oder 8 Wirthe auf einem ſol<en Haken, der durchſchnittlich gewiß von 30 arbeitsfähigen Menſchen beider Geſchlechte und mit Hinzurechnung der Kinder und Greiſe minde; ſtens von 60 Individuen bewohnt war. Vergleicht man dieſe Andeutungen mit dem(früher angeführten), dem General:Gouverneuren Horn im Jahre 1681 über? gebenen Geſuche, ſo wird es einleuchtend: daß die Volksmenge unſerer Provinz ſich in einem Jahrhun derte mehr als verdoppelt haben müſſe.

Endlich ſchwand unter Alexanders milder Herr? ſchaft jede Unbeſtimmtheit, die hiee in den Verhältniſs ſen dex Bauern ſtatt fand. Ihm war es vorbehalten, auch in dieſes Chaos Licht zu bringen, und die Rechte und Pflichten des Bauernſtandes durch Geſeße zu ord? nen. Schon hatte die Hakenzahl(mit der im Jahre 1801 geſchehenen Aufhebung der unter dem Namen: Station bekannten Natural Lieferungen an die Krone) aufgehört, den, dem Staate zu entrichtenden Abgaben zur Grundlage zu dienen, als durch die Bau? erverordnung vom Jahre 1804, und die, dieſelbe er?

gänzenden Beſtimmungen vom Jahre 1809 die genaue

Aufmeſjung und Schäkung aller Bauerländer der Pro;