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Der Kemperhof : Mit Hinsicht auf den Betrieb der Landwirthschaft in der Gegend von Coblenz / Von Joseph Anton Hergen
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Nichts iſt ſchwerer als durch Ankauf zu einer gu- ten Aus8wahl von Rindvieh beſonders von Kühen zu kommen, qute Stücke: kommen ſelten in Handel bevor

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b+ Y, 3. Bud 4 4»"04. 5 ie abgenußt ſind, daher auch viele Jahre dazu gehbren

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um eines guten Viehſiapels habhaft werden zu künnen; dieſer iſt aber alsdann auch ſehr ſchaßbar, beſonders da eine Kuh ahnlicher Geſtalt, leicht das doppelte einer an- deren gleicher Art. in der Molkerei werth ſeyn kann.

Die hier gekaufte Kühe ſtammen v.om Weſterwalde, welchen man in hieſiger Gegend, in Hinſicht ihrer Güte allgemein den Bourzug giebt.

Ihre Geſtalt iſt gut, ihr Temperament munter, ſie geben nicht viele aber ſehr gute Milc<, legen aber bei gutem Futter zu gern Fleiſc) an, und werden dadurch weniger milchreich.

Neben dieſen hat eine kleinere Rage, welche man hier von einem Orte der Grafſchäft Wied Steinmeler nennt; und welche aus dem Süderlande dorthin zu Markt gebracht werden viele Vorzüge, ſie ſind leicht im Futter und einzig gute Milcher- J< beſiße eine Kuh dieſer Raze, welche 4225 zwei Zentner wiegen wird, ſie

gab nach dem Kalben 9-- 40 Quart Milch, welche Nie- derungs= Kuh hält damit den Vergleich aus?

So vortheilhaft dieſe Race iſt und bei Auswahl noch mehr ſeyn müſtez ſo wird ſich doch nicht leicht ein begüterter Wirth entſchlieſſen nur ſolche Kühe im Stall zu haben, ſeine Wirthſchaft würde keine Figur machen, denn etwas muß doc) ſeyn was auffällt und ein ſchd- ner gut gehaltner Viehſtand, iſt allerdings die großte Zier-

de einer Landwirthſchaft.

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