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Gekrönte Preisschrift über Güter-Arrondirung mit der Geschichte der Kultur und Landwirthschaft von Deutschland und einer statistischen Uebersicht der Landwirthschaft von jedem Kreise des Königreichs Baiern : dann zwey illuminirte Flurkarten / von ... [Joseph] von Hazzi ...
Entstehung
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wendig, um auf jedes einzelne Feld zu kommen. Wie viel Aufwand von Zeit, Menſchenhänden und Kräften des Viehes geht nicht durch dieſes Hin- und Herziehen unnuß verloren!/

Die Erfahrung lehrt, daß ein Gut, wo alls Gründe umher liegen, welches man ein arrondirtes Gut nennt, die Hälfte weniger Zeit zu den landwirthſchaftlichen Ver- richtungen, die Hälfte weniger Arbeitsleute und die Hälfte weniger vom Zugvieh erfordert, als ein Gut von gleichem Flächenraume, deſſen Gründe zerſtreut in der Dorfflur ſind.

Ein ſolch zerſtükelter Beſißſtand hemmt und hindert den Landwirth in allem, was er zur Verbeſſerung ſeines Guts=- ſeiner Gründe unternehmen will. Er muß den Schlendrian der Gemeinde,=- die Dreyfelderwirthſchaft ſic) gefallen laſſen. Will er von der Brache einzelne Ae>er mit Klee oder andern Futterkräutern beſtellen, dann bleibt ihm nichts anders übrig, als dieſe Gründe mit foſtbaren Umzäunungen zu ſchüßen; außerdem ſind die Saaten verwüſtet. Nebenbey zieht er ſich Feindſchaft und Prozeſſe aller Art auf den Hals. Er mus alſo Brache halten, ſein Vieh auf die Weide ſchien und ſich und ſein Vieh erbärmlich fortſchleppen.

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Daher hört man auch die Klagen über dieſe mißli- hen Verhältniſſe in jedem Dorfe. Sie ſind jezt deſ?o fühle barer, weil Menſchenhände mangeln, und dadurch die Verlegenheit des Landmanns zur Bearbeitung ſeiner Fel: der täglich ſich vergrdßert.

Es iſt daher nur Ein Wunſch-- die Gründe arron- dirt zu haben. Viele Landbebauer würden die härteſten Be- dingungen ſich gefallen laſſen. Mancher hat ſich ſchon erklärt,

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