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Abriss der Cameral Bauwissenschaft : zu Vorlesungen entworfen / von D. Gilly
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EC 2001) Zweyte Abtheilung.

Verſchiedene das Cameral-Bauweſen be- treffende Bemerkungen,

8. 64»

Die Bauzeichnungen müſſen jederzeit aus einem Grundriſs der Keller oder des Souterrains, einem von den darüber befindlichen Etagen, der Dachbalkenlage, und wenigſtens aus einem Quer- profil beſtehen, um die Höhen der Stockwerke, der innern Thüren u. dergl. daraus erſchen zu konnen; und ob zwar auch in den Grundriſſen alles genau nach dem verjüngten Maaſsſtab aufgetragen feyn ſollte, ſo ilt es doch erforderlich, die Maalſse der Länge und Breite der Zimmer einzuſchreiben. Auſserdem find in devpjenigen Riſſen, die den Handwerkern zur Ausführung der Arbeit gegeben werden, die Stärke der Mauern und die Weite der Fenſter, von einer Mitte derſelben bis zur andern, nach Fuſzen und Zollen, zu bemerken. Die Bauzeichnungen müſſen auch nicht nach einem zu kleinen Maaſsſlab angefertigt werden.

Am beſten wäre es, wenn feſgeſetzt würde, daſs die ſämmiulichen Bauriſse, fo wie es bey den Vermeſſungs Planen üblich iſt, nach einem be- ſtimmten gleichen Maaſsſtab aufgetragen werden ſollten.

(Wenn man emen Bauplan zu Händen bekommt, ſo ilt dahin zu ſehen, ob der Maaſßsſtab m Abſicht der Zahlen, wie es oftmals der Fall iſt, unrecht bezeichnet worden. Es mülſien nemlich die, vorn auf dem Maalsſtabe einzeln

abgetheilten 10 Fuſse nicht mit der Zahl 10 bezeichnet werden, fondern die 10 erlt da ſtehen, wo die erſten zu-