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Abriss der Cameral Bauwissenschaft : zu Vorlesungen entworfen / von D. Gilly
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GC 16.)

ten Orten feine bindende Kraft; dieſerhalb, und weil derſelbe in hießigen Gegenden theuer iſt, wird ſolcher nicht zum Mauern, ſondern nur zu Zier- tathen, und zur Vermiſchung mit dem Kalkmör: tel, bey Geſimſen und zum Abputz der Decken gebraucht, um ſolche ſchnell haltbar und trocken zu erhalten.

Der Lehm wird bey Brandmaüern, Schorn- ſteinen, Backöfen und allen der Feuerhitze aus- geſetzten Mauerwerk, vorzugsweiſe vor dem Kal- ke, gebraucht, weil letzterer der Hitze nicht wi- derſteht, der Lehm hingegen deſto feſter davon wird. Der Lehm kann auch allenfalls zur Er- ſparung der Koſten, zu anderm Mauerwerk, und ſelbſt zu Fundamenten, jedoch nur bey ganz leich: ten und ſchlechten, auf ſehr trocknem Grunde ſtehenden Gebäuden, gebraucht werden.

Lehm mit Kalk vermiſcht, oder ſogenannter Spaarkalk, taugt aber gar nicht, ſondern der bloſse Lehm behält von ſelbſt den Vorzug.

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4. Metalle. Davon wird beym Bauen vox- züglich das Eiſen gebraucht. Das in der Mark und Pommern, aus Wieſenerz gemachte Eiſen, oder das ſogenannte Landeiſen, iſt ſpröde und brüchig, und dient daher nur zu grofsen Bau- ſtücken, als Ankern, Klammern u. dergl. auch zu den eiſernen Guſswaaren, als Oefen, Gra- pen, Pfannen, Munitionen u. ſ. w.

Das ſchleſiſche Eiſen iſt geſchmeidiger und elaſtiſcher als das vorgedachte Landeiſen;