19 Forſiwirthſchaft,. 7 (22).=„„W gewöhnlich in: des Durchforſtung herausgehauen wird, eben ſo[ui wächſt ſie mit Buchen, Hainbuchen, Eſchen und Ahorn herauf. wn 6 Ao Die Behandlung als Niederwald erträgt ſie ſehr gut, da ſie LUMEN
theils eine lang dauernde Ausſchlagsfähigkeit am Stamme hat, jem theils ſich ſehr durch Wurzelbrut verdichtet. In der allererſten 10.0 Jugend iſt ihr Wuchs nicht vorzüglich raſch, und zumal da ſie 1 Ben vft durch Froſt leidet, häufig eher langſam zu nennen; mit 12 w bis 15 Jahren fängt er jedoch an zuzunehmen, und ſchon mit 70-- 30 Jahren hat man einen Baum, welcher: der Eiche und Buche von dieſem Alter wenigſtens gleich kommt, wo nicht ſie Übertrifft. Für den Niederwald- iſt ein 30-- 40jähriger Umtrieb wohl der vortheilhafteſte Umtrieb, denn als Buſchholz liefert ſie verhältnißmäßig nur geringen Ertrag. Im Hochwalde hängt das Alter, welches man ſie am zweckmäßigſten erreichen läßt, theils von den Holzgattungen ab, unter welche ſie untergemiſcht iſt, theils von der Stärke, welche die Nutholzgattungen erfor- Dern, zu denen man ſie am beſten abſetzen kann, Bauholz und Schirrhvlz für Wagner erfordern gewöhnlich 70-- 90 Jahr, Boh- len zu Kanonenlavetten, wozu ſie ſehr geſucht und hoch bezahlt wird, Schiffbauholz 120-- 130 Fahr.
Sie läßt ſich ſehr gut als Schneidelholz=- nicht ſo gut als Kopfholz= behandeln, und iſt eins der empfehlenswertheſten Hölzer für den Landwirth dazu, weil ſie als ſolches nicht bloß ein ſehr reichliches Laubfutter, ſondern auch ziemlich viel Neis2- Holz, und aus dem Stamme ſelbſt noch Bauholz, Bohlen u. dergl. giebt, ſovald dieſe nur nicht aſtrein ſeyn müſſen,
6, Die Eſche, Fraxinus excelsior.
Dieſer ſchöne Waldbaum verlangt, um ſeine Vollkommen- Heit zu erhalten einen kräftigen, jedoch nicht zu bindenden mehr feuchten, als trocknen Boden. Da er nicht große Tiefgründig- reit bedingt, ſo findet man"ihn in den Bergen, auf flach be- deten Felſen und in deren Spalten wurzelnd, wie im humus- reichen Sandboden, Selten kommen reine Eſchenbeſtände in gro- ßer Ausdehnung vor, und die kleinern gewöhnlich in feuchten fruchtbaren Niederungen. Sowohl in den Erlenbrüchern findet man ihn auf den etwas höhern Stellen, als mit Ulmen, Bu- <en und Eichen gemiſcht, da er dieſelbe Höhe, wie dieſe Holz- gattungen, erreicht, und eine Stärke von 3 Fuß und darüber erhalten kann. Er wächſt in der Jugend raſcher, als im höhern Alter, und da keine fehr ſtarten Bäume verlangt werden, ſo läßt man ihn am vortheilhafteſten ein Alter von 80=- 90 Jahren als Baumholz erreichen; als Schlagholz giebt er mit 30-=- 35 Jahren ſchon ſtarkes Knüppel- und ſelbſt etwas Scheitholz, ſchlägt auch dann noch ſtark und kräftig wieder aus. Auf Wurz zelbrut iſt nicht zu rechnen, und der Hieb muß ſo hoch geführt werden, wenn Wiederausſchlag verlangt wird, daß er am Stam- me erfolgen kann. Sie reinigt ſich auch freyſtehend ziemlich von Reſten, und erft in einer Höhe von 30 und mehr Fuß theilt ſich der'Stamm gewöhnlich in viele ſtarke Zweige, welche dann eine größere regelmäßige Krone bilden, deren Belaubung jedoch nicht ſehr dicht iſt,' weßhalb die Eſche auch nicht als ſehr ver- Ddämmend angeſehen werden kann, Sie kann dem Winde dabey ſehr gut widerſtehen,[ſo daß dieſe Eigenſchaften, verbunden mit
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