312
zu müſſen. Jet dagegen wird alles, was irgend zu wiſſen mnüblich oder ange- nehm zu'leſen iſt, ohne Rückhalt in der Mutterſprache, in einer der Faſſungskräft gemiſchter Leſer angemeſſenen Form und ſo befannt gemacht, daß jeder leicht dazu gelangen fann. Wir dürfen hier nur an ſo viele Schriften erinnern, die theils für das zarte Alter, theils für das weibliche Geſchlecht, theils überhaupt für Perſonen von allerlei Beruf über die ihnen intereſ- Fanten"und nüßlichen Dinge erſchienen ſind. Vornehmlich aber iſt jene. treffliche, dem Alterthum gänzlich unbefannte An- ſtalt der mancherlei Zeitungen und Zeit: ſchriften anzuführen, welche alles Merk- würdige, was irgendwo vorfällt oder aus- geführt wird, überall hin und. über die ganze kultivirte Erde verbreiten, indem die Poſt zu Waſſer und zu Lande den ganzen literäriſchen Verfehr und insbe- ſondere dieſe Art deſſelben, befördert. Dazu kommt auf der andern Seite, daß die Kunſt zu leſen und ſelbſt zu ſchreiben, die jekt auch für die Aermiten eben ſo leicht zu erlernen als unentbehrlich ge- worden iſt, ſich immer mehr durch alle Volksklaſſen verbreitet= vielleicht das


