S Bei jeder Wiſſenſchaft kommt es vor⸗ tan⸗ zuͤglich darauf an, von ihrer Natur, u
Methode, ihrem Werthe d. h. ihrer 1 kabt
Annaͤherung zur Vollkommenheit, und von atn
ihrer Literatur richtige Begriffe und nied
helle Vorſtellungen zu haben. nm
I. Natur. Um die Natur einer Wiſ⸗ es
ſenſchaft zu kennen, muͤſſen wir wiſſen mie,
1) Das Objekt derſelben oder den 4
Gegenſtand, den ſie bearbeitet. Dieß halt
waͤre z. E. in der Mathematik der Raum, d und deſſen Verhaͤltniſſe; im Naturrecht gſt waͤren es die Zwangspflichten.
2) Den Zweck, z. E. in der Ma⸗ log
thematik, Himmel und Erde zu meſſen, Fn
und alle Bewegungen zu ſchaͤtzen; im tine
Naturrecht, Ruhe, Ordnung und Frieden Liſſ
zu foͤrdern durch Beſtimmung der Rechte ds
und Pflichten des einzelnen und geſelligen darch
Menſchen.— ſesn
3) Ihr Prinzip, aus dem alle
ihre Lehren abzuleiten ſeyn muͤſſen. Dieß icht
Prinzip muß einfach und einzig ſeyn; deſ
wo ſchon mehrere ſind, da iſt in Wahr⸗ in
heit keins. Es muß a priori feſt ſtehen,
und jeder Theil der Wiſſenſchaft, daraus auft
von ſelbſt fließen. In der Mathematik
iſt es Konſtruktion der Begriffe. Es iſt


