Teil eines Werkes 
3Encyklopädische Ansichten einiger Zweige der Gelehrsamkeit : Theil 1 (1809) Vermischte Schriften über staatswissenschaftliche, philosophische und andere wissenschaftliche Gegenstände. 3
Entstehung
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S Bei jeder Wiſſenſchaft kommt es vor⸗ tan⸗ zuͤglich darauf an, von ihrer Natur, u

Methode, ihrem Werthe d. h. ihrer 1 kabt

Annaͤherung zur Vollkommenheit, und von atn

ihrer Literatur richtige Begriffe und nied

helle Vorſtellungen zu haben. nm

I. Natur. Um die Natur einer Wiſ⸗ es

ſenſchaft zu kennen, muͤſſen wir wiſſen mie,

1) Das Objekt derſelben oder den 4

Gegenſtand, den ſie bearbeitet. Dieß halt

waͤre z. E. in der Mathematik der Raum, d und deſſen Verhaͤltniſſe; im Naturrecht gſt waͤren es die Zwangspflichten.

2) Den Zweck, z. E. in der Ma⸗ log

thematik, Himmel und Erde zu meſſen, Fn

und alle Bewegungen zu ſchaͤtzen; im tine

Naturrecht, Ruhe, Ordnung und Frieden Liſſ

zu foͤrdern durch Beſtimmung der Rechte ds

und Pflichten des einzelnen und geſelligen darch

Menſchen. ſesn

3) Ihr Prinzip, aus dem alle

ihre Lehren abzuleiten ſeyn muͤſſen. Dieß icht

Prinzip muß einfach und einzig ſeyn; deſ

wo ſchon mehrere ſind, da iſt in Wahr⸗ in

heit keins. Es muß a priori feſt ſtehen,

und jeder Theil der Wiſſenſchaft, daraus auft

von ſelbſt fließen. In der Mathematik

iſt es Konſtruktion der Begriffe. Es iſt