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Vergleicht man die Adminiſtrations⸗Koſten mit dem reinen Ueberſchuß von 6234 Rtl. 13 Gr. 3 Pf. S. 110, ſo betraͤgt es beinahe 40 p. c.
Die Beſtellungs⸗Koſten gegen den bloßen Acker⸗Ertrag gehalten, betra⸗ gen 61 p. c.
Aus der vorſtehenden Berechnung muß es einem jeden leicht werden, den Ertrag ei⸗ nes
Mor⸗
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Anſchlag ſeines Acker⸗Baues zu machen, ſobald er die Beſchaffenheit ſeines gen⸗.
Bodens kennt. Um es indeſſen noch anſchaulicher zu machen, werde ich nach obigen Saͤtzen die Berechnung eines Morgens im Bruch von der beſten Klaſſe entwerfen. Die Vorausſetzung iſt, daß der Acker in drei Felder liegt, in der Winterung Weitzen zum 9ten Korn, in der Sommerung Gerſte zum 7ten Korn, und in der Brache genug Heu und Huͤtung bringe, um eben den Vieh⸗ Stand zu erhalten, den ich angeſchlagen habe.
Der Ertrag vom Ackerbau iſt Rtl. Gr. Pf. iſtes Jahr Winterung, Weitzen zum 9ten Korn(1. Th. S. 60) 11 6 3 ztes— Sommerung, Gerſte zum 7ten Korn(1. Th. S. 65) 2 5.3 ztes— Brache
10 11 60 betraͤgt jaͤhrlich. 6 11 10 hiezu Verkauf von Klee⸗Saamen, Gras und Leinland(4. Th. S. 110)— 3 6 Vieh. 1 9— 19 3 2 10 7 davon
die 4. Th. S. 110 ausgemittelten Ausgaben 2 19 2 Ueberſchuß. 4 15 5
Bei Gelegenheiten der in meiner Nachbarſchaft in Erbpacht gegebenen einzelnen Parcelen der ehemaligen Amts⸗Vorwerker, wurde der Morgen zu 2 Rtl. 12 Gr. 1 Pf. geſchaͤtzt. Die Grundſaͤtze dieſer Schaͤtzung ſind mir unbekannt. Wahrſcheinlich hat man einen Durchſchnitt der verſchiedenen Klaſ⸗ ſen des Ackers zum Grunde gelegt. Das von den Erb⸗Paͤchtern zu gebende


