Teil eines Werkes 
4 (1804) Wirthschafts-Erfahrungen in den Guetern Gusow und Platkow. 4
Entstehung
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99 Wenn man zu obigem Geld⸗Bedarf noch dasjenige hinzuſetzt, was waͤh⸗ rend der Ernte und bis zum Verſilbern des Getreides und Viehes Zeit und Gelegenheit iſt, ſo kann man dieſen Geld-⸗Bedarf fuͤglich auf 6 Rtl. p. Mor⸗ gen rechnen. Nthlr. Gr. Pf. Der Ertrag des Acker⸗Baues iſt laut Tab. XLVII. 8280 11 hievon die Nutzung der Traͤber und des Brannt⸗ Rthlr. Gr. wein⸗Spuͤlichts nach 4. Th. S. 05 1139 12 die Zinſen des Betriebs⸗Kapitals 4. Th. S. o9 801 5

1940 12 bleibt an reinem Ueberſchuſſe 8 6339 18 Vergleicht man dieſen gegen das Betriebs⸗Kapital S. 98, ſo betraͤgt es 3 Rtl. 18 Gr. auf jeden Thaler Einkuͤnfte. Ich habe mich hierbei um ſo mehr auf⸗ gehalten, als ein großer Theil der Landwirthe mir in dieſem wichtigen Punkte noch ſorglos ſcheint. Sie gehen großen Guͤter⸗Ankauf oder Pachtungen ein, ohne auf die Mittel zu denken, die noͤthigen Auslagen zu beſorgen. Baldige Verlegenheit, oder eine mit ſchwachen Kraͤften und alſo ſchlecht gefuͤhrte Wirth⸗ ſchaft, iſt die unausbleibliche Folge. Ein Wirth, der aus Geldnoth Getreide oder Vieh fruͤher verkaufen muß, als es ſonſt die Umſtaͤnde erfordern, wird nie vorwaͤrts kommen.

Arthur Poung rechnet im zweiten Theile ſeiner ſechsmonathlichen Reiſe (Svo Leipzig 1772 S. 313) das Kapital das erfordert wird, eine Pacht von 100 Pfund Sterlig(666 Rtl. 16 Gr.) zu unternehmen:

L. St.

fuͤr den Vieh⸗Beſtand. 228

fuͤr Acker- und Wirthſchafts⸗Geraͤthe. 63

fuͤr allerlei Haus⸗Geraͤthe und uͤbrige Ausgaben. 20

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