Teil eines Werkes 
3 (1803) Wirthschafts-Erfahrungen in den Guetern Gusow und Platkow. 3
Entstehung
Seite
107
Einzelbild herunterladen

6

107

Vergleicht man dagegen die Anzahl ber Ochſen⸗Geſpanne gegen die be⸗ ſtellte Morgenzahl, ohne Ruͤckſicht auf die mehreren Fahren, ſo trifft auf ein Ochſen⸗Geſpann Morg. ORth. nach Tab. XL.

bei 938 31 auf der Hoͤhe, 584 105 im Bruch in den Gerſten⸗Feldern, 397 170 Hafer⸗Feldern, 1920 126 auf 100 Morgen beſtellten Ackers ungefaͤhr

3 Ochſen auf der Hoͤhe,

4 ½ im Bruch in den Gerſte⸗Feldern,

2 ½ Hafer⸗Feldern.

In der Oec. For. wird im 1. Th. S. 411 u. f. angenommen, daß die Pflugzeit vom 20. Maͤrz bis 14. Okt. waͤhret, und ein Geſpann, nach Abzug der Sonn⸗ und Feſt⸗Tage, auch 29 Ruhetage in der Ernte, wenn die Hand⸗ Dienſte nicht entbehrt werden koͤnnen, 147 Tage arbeitet, taͤglich 2 Morgen, alſo uͤberhaupt 294 Morgen pfluͤgt, und wo der Acker durchgaͤngig dreifaͤhrig beſtellt wird, 98 Morgen Acker beſtreitet.

Muͤnchhauſen ſagt im Hausvater 1. Th. S. 122, daß ein Geſpann taͤg⸗ lich 4 Morgen und zwar ſo viel ege, als drei Pfluͤge gepfluͤgt haben. Auf je den Pflug treffen bei ihm 1 ½ Calenbergſche Morgen, die unbedeutend groͤßer

P

als die hieſigen ſind.

Borgſtede rechnet in No. 23. zu S. 54, daß ein Spann⸗Dienſt taͤglich 1 ½ Morgen pfluͤgt und ein eigen Geſpann noch einmal ſo viel als ein Dienſt Geſpann thut, mithin taͤglich 3 Morgen pfluͤget.

Hr. v. Blankenſee, in ſeinem praktiſchen Handbuch fuͤr Landwirthe 1. Th. S. 6, behauptet, daß ein Morgen in Zeit von 2 Stunden und einigen Minuten um⸗ gepfluͤgt werden koͤnne, und belegt dieſes S. 219 mit Berechnungen der Laͤnge der Fahren. Nach dieſen hat ein Morgen bei Gzoͤlligen Jurchen 4320 Ruthen, und bei 8zolligen Furchen 3240 Ruthen Laͤnge.

O 2

.,