Teil eines Werkes 
1 (1801) Wirthschafts-Erfahrungen in den Guetern Gusow und Platkow. 1
Entstehung
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10 Der geſchickte und durch ſeine Schriften bekannte Botaniker Hr. Ratze⸗ PTenn burg hat im vorigen Sommer die Guͤte gehabt, die Gewaͤchſe, welche auf der Jusde

Feldmark ſtehen, botaniſch zu beſchreiben. Ich werde ſie bey jedem Felde zu deſſen beſſern Beurtheilung anfuͤhren. Die auf dieſem Flecke ſtehenden Gewaͤchſe ſind folgende.

Potentilla Anſerina L., Gaͤnſerich.

Plantago major L., großer Wegerich, Wegebreit.

Ramunculus repens L, kriechender Hahnenfuß.

Trifolium repens L., weißer Wieſenklee, kriechender Wieſenklee.

Ranunculus acris L., ſcharfer Hahnenfuß.

Achillea Millefolium L., Schafgarbe.

Bellis perennis L,, Gaͤnſebluͤmlein.

Poa pratenſis L., Wieſen⸗Riſpen⸗Gras.

Feſtuca elatior L., hoher Wieſenſchwingel.

Mentha arvenſfis L., Ackermuͤnze.

Rumex acetofa L., Sauerampfer.

Lychnis flos cuculi L, Kuckuckslychnis.

Potentilla reptans L., gemeines oder kriechendes Juͤnfſingerkraut.

Atriplex haſtata L., Spontonfoͤrmige Melde. 2

Chaerophyllum ſylveſtre L., wilder Kaͤlberkropf. V Feſtuca ovina L., Schafſchwingel.

Cniceus oleraceus L., Wieſendiſtel, gelbe Diſtel.

V Valeriana officinalis L., officineller Baldrian.

Geftey⸗ Die Damm⸗Erde iſt ungefaͤhr 6 Zoll tief, und beſtehet aus dem Ruͤckſtande V der verweſeten Pflanzen und des Duͤngers. Sie iſt in dieſer Gegend unter dem Nah⸗ V men der ſchwarzen oder Bruch⸗Erde bekannt. Der Untergrund iſt mehrentheils grober weißer Sand, der nicht waſſerdicht iſt, daher dieſer Fleck nicht ſo frucht⸗ bar wie das uͤbrige Bruch iſt. Im Haferlande giebt es, wie im ganzen Bruch, V Flecke, wo bey alten Ueberſchwemmungen der Sand zuſammen getrieben zu ſeyn ſcheint. Nur bey ſehr feuchter Witterung gedeihet das Getreide und Gras darauf.

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