Teil eines Werkes 
Siebenter Band (1783)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

EE ZEE äber af

- een an

Zaki See din ir

GIES LE

70 Eilftes Hauptſtüt>.

Ganze Wälder auf eben die Art, als es in den Gärten bey den Obſtbänmen ge wöhnlich iſt, des Winters abraupen, und die Neſter dieſes Ungeziefers zerſtören zu laſſen, würde eine Arbeit ſeyn, die an. und. vor-ſich- ſelber unmöglich fällt.--?

Ueberdem nimmt iman auch währ; daß in den Eichwäldern öfters Naupen entſte: hen, ohne'an den Bäumen: Brut und Raupenneſter verſpüret zu haben.

Wahrſcheinlich iſt es,. daß der Samen der Raupen in den Jahren, wo dieſelben ganz vorzüglich überhand zu nehmen pflegen, den. Wäldern durch die- Luft. zugeführet, und derſelbe alsdeun bey heißen. Sonnenſchein eben ſo,. wie es bey dem bekannten Mehl- Thau geſchiehet,. ausgebrütet: wird..

Das einzige, was ein aufmerkſamer Eigenthümer hiebey thun kann, beſtehet le: diglich darin,, daß er in dergleichen Wäldern doppelte Mühe anwenden muß, die durch dieſen Zufall ausgegangene Eichen durch neue Anpflanzungen ungeſäumt wiederum zu er- ſehen, und dadurch ſeinen- Wald. jederzeit vollzählig und in dem gehörigen Stande zu er- halten, wie ich.ſolches- bereits: oben an ſeinem: Orte mit mehrern bemerket habe.

6. 851. Pon der beſonvern-Schädlichkeit des Raupenfraßes in den Rieferwäldern, und. warum man mit der.Einſchlagung und Verkaufung des davon betroffenen Zolzes nicht ſäumen müſſe.

In den Kiefer-- und" Tannenwäldern. ereignet ſich zwar ein ſolcher ſchädlicher Raupenfraß weit ſeltener.

Die Erfahrung lehret aber, daß er, wenn er in denſelben überhand nimmt, noch viel ſchädlicher. als in. den. Eichwäldern und bey andern Holzarten zu ſeyn pfleget,; Ein Vorfall, der ſich vor einigen" Jahren in der croſſenſchen und nahe angrän- zenden ſchleſiſchen Gegend, in einem gewiſſen daſelbſt befindlichen Revier darunter zuge- tragen, hat mich hierunter beſonders aufmerkſam. gemacht.

Die Kieferwälder daſelbſt wurden: von den. Raupen dergeſtalt fahl gefreſſen, daß ſie wie dürre Beſen ffanden,, und auch wirklich verdorreten.

Dasjenige, was ich vorhin von einem' wiederhohlten Raupenfraß in den ECich- Wäldern angeführet: habe ,. mag zu dieſer Verdorrung der Kieferſtämme wohl ebenfalls das Seinige beygetragen haben. Da. aber dieſe Verdorrung ganzer Holzreviere gleich auf den erſten Ranpenfraß erfolgte, ſo muß. dabey noch eine andere Urſache-vorhanden' geweſen ſeyn, zumahl ſich dabey gewiſſe Erſcheinungen äuſſerten, welche ſonſt bey einem aus Mangel des- Nahrungsſaftes trocken: gewordenen Holze ſich nicht zuzu- tragen pflegen-;

Mir ſind beſonders zwey verſchiedene Güterbeſiker, denen dieſes-Schiekſal damit wiederfahren iſt, bekannt geworden.

Der