Vorrede
Fn dem ſiebenten Abſchnitt iſi daher von dem Unterſchet- de des deutſchen Bauerſtandes, nachdem ihm die in Beſi33 haben- den Baueraüter entweder erb-und eigenthümlich zugehören, oder ſolche der Grundherrſchaft zuſtändig ſind, gehandelt worden.
Aus dem Bortrage der dahin gehörigen Wahrheiten, wird zugleich offenbar werden, wie ſehr die Erblichkeit und das Eigenthum,-ſo den deut- ſchen Bauern an ihren Gütern zuſiehet, durch die herrſchaftliche Gerecht: ſame eingeſchränket ſey, und daß daher die Begriffe, die ſonſt das gemeine Recht von einem vollſtändigen Erb-und Eigenthumsrecht an die Hand giebet, dabey nicht ſchlechterdings angewendet werden können.
Was in dieſem Abſchnitt geſaget worden, iſt als eine Vorberei- tung zu den nachfolgenden Abhandlungen, von den verſchiedenen Arten der Dienſte ſelber, die von den in Beſitz habenden Nahrungen entſtehen, anzuſehen.
Wie nun hierauf zur Erörterung der verſchiedenen Arten von Dienſten fortgegangen worden, ſo iſt zuförderſt in dem achten Ab- ſchnitr von den verſchiedenen Derbindlichfeiten des Bauerſkandes gegen ihre Grundbherrſchaften, welche blos von den in Betitz ba? benden Gütern und TTahrungen herrühren, gehandelt, und man hat überhaupt eine nähere Anzeige vou der Verſchiedenheit der Dienſte gethan.
Wie nun eine Hauptabtheilung der verſchiedenen Dienſtarten in dem bekannten Unterſcheide zwiſchen ungemeſſenen und gemeſſenen Dien- ſien beſtehet, ſo hat der Verfaſſer in dem neunten A bſchnitt zuför- derſt ſeine Gedanken auf die ungemeſſene Dienſke der Bauern gerichtet.
Ob die ungemeſſenen Dienſte eine rechtliche Vermuthung vor ſich haben, war die erſte Frage, die in diejem Abſchnitt entſchieden werden muste, und ſie konnte, nach den von dem Berfaſſer angenommenen Grund- ſätzen, nicht anders als bejahend, beantwortet werden, Mn


