Teil eines Werkes 
Fünfter Band (1779)
Entstehung
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Vorrede j

Der Verfaſſer geſtehet gar gerne, daß, ob gleich in demſelben nu von allgeineinen Pflichten gehandelt werden ſollen, dennoch auch verſchie- dene beſondere Pflichten darin berühret worden.

Inzwiſchen hoffet derſelbe deshalb von dem geehrten Publicum, aus dens. 141. angeführten Urſachen eine geneigte Berzeihung zu erhalten.

In dem zweyten Abſchnitt, welcher, der Rubrik nach, von der wahren Beſchaffenheit und Zuſtande des Zauerſtandes in Deutſchland, zu alten, mittlern unT neuern Zeiten handelt, hat ſich der Verfaſſer hauptſächlich, den Urſprung des deutſchen Bauerſtandes zu enideden, bemühet.:

Wie nöthig ſolches, um die wahre Geſtalt unſerer heutigen ſo ver- ſchiedenen Bauerarten kennen zu lernen, und ihre Pflichten ſicher beſtim? men zu können, geweſen ſey, werden die nachfolgenden Abhandlungen von ſelbſt zeigen.

Aus dieſer Quelle muß bey den meiſten Jrrungen und Streitigfei- ten, die zwiſchen den Obrigkeiten und Unterthanen vorfallen, noh jetzt geſchöpfet, und die Entſcheidungsgründe, wenn ſie richtig ſeyn ſolten, ge- nommen werden.

Was iſt daher nöthiger geweſen, als dieſe Quelle gleichſam wieder von neuen aufzuräumen, und mehr, als ſie vielleicht bisher geweſen iſt, befannt zu machen,

Der dritte Abſchnitt handelt von der Unterthänigkeit des Bauerſkandes, was unter dieſem Ausdruck zu verſtehen, und auf welche Art von Bauern derſeibe anzuwenden ſep.

. Das Wort Unterrhänigkeit gehöret mit zu den Ausdrücken, die jedermann im Munde führet, und von deſſen wahren Bedeutung doch die wenigſten, die ſich deſſen bedienen, richtige Begriffe haben,

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