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Meine Erfahrungen in der höhern Schaafzucht / von J. G. Elsner
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verloren. Wie viel daher eine ſolche Wolle in ihrem Werthe verliert, iſt leiht zu berechnen.

Es entſteht nun die Frage: iſt der Fehler, ſolche Spitzen- Wolle zu tragen, bei den Thieren erblich, oder kommt er von der Haltung oder andern äußern Umſtänden her?-- Die Antwort lautet: beides kann Urſache da- von ſeyn. Schaafe, die in der Veredlung noch nicht hoch genug getrieben ſind, deren unedler Organismus alſo noch ſehr thätig, iſt, werden ihn häufig haben; bei andern aber, deren Blut rein und deren Veredlung vollendet iſt, kann er durch die Haltung und Behand» lung hervorgebracht werden. Im erſtern Falle wird er aber allemal am ſtärkſten ſeyn, und die Wolle wird nur dann zu denjenigen Fabrikaten zu gebrauchen ſeyn, wozu ſie ſich nach ihrer Feinheit eignet, wenn dieſe Spi- gen erſt abgeſchnitten worden ſind. Jm zweiten Falle aber werden die Spitzen noch nicht ſo rauh und ſprode, auch werden ſie weniger lang ſeyn. Iſt ſowohl die Pelz- als Fabrikwäſche in gehdriger Art vollzogen worden; ſo wird dem Wollhaare nicht gerade alle Geſchmeidigkeit in den Spitzen bei der Fabrikation abgehen, und die Wolle wird alsdann in ihrem Werthe nur wenig verlie: ren. Geſchähe aber die Pelzwäſche in hartem Waſſer, trocknete man die Schaafe pldüzlich nach der Schwemme in Sonne und Zugluft, ſo würde der Fehler zunehmen, und die Wolle würde wenig Vorzug vor der von Natur mit rauhen Spitzen gebildeten haben.

Um dieſen Fehler aus einer Heerde herauszubringen, muß man, wo die noch nicht genug vorgeſchrittene Ver-

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