Teil eines Werkes 
2,Abt.1 (1823) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 2,Abt.1
Entstehung
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fhuf man-vorzüglich im Sandboden, dies und jenſeits der Odex. Dieſe Methode iſt für einen Boden, wo das Getreide oft ſo dünn ſteht, daß man beinah die Halme zählen könnte, ſehr gut, weil mit der Senſe Nn die Hälfte des Wenigen verloren gehen würde,

Obſtbau hat die Gegend nicht unbedeutend, auch rühmt man die Güte des hier wachſenden Obſtes.'

* Zum Abfaße der Producte iſt die Dder günſtig, und dies iſt heſonders der Fall, wenn. in den Marken und in Pommern die Preiſe höher ſtehen als in Schleſien, Butter wird ſehr viel von Berliner Händlern gekauft und die Oder hinunter nach ihrer Beſtimmung gebracht.

Für den Abſaß des Viehes iſt viermal des Jahres in Köben ein Markt, der nicht unbedeutend ſeyn ſoll, und von wo beſonders nach den Gebirgsgegenden von Löwenberg und Hirſchberg eine Menge Vieh getrieben wird,

Fünf und dreyßigſter Brief,

Halten wir uns jeßt an der Oder abwärts, ſo nimmt die Güte des Bodens wieder zu. Um Urſc<h- kau finden wir ſchon wieder nicht unbedeutenden Wei» Hkenbau, Die Gegend nimmt hier den Charakter von Bruchland an, iſt auch wohl als folc<hes zu betrachten, und hat auch beſonders die Eigenheit, die ich im Odey- bruche in der Mark Brandenburg ſo ſehr fand, daß- nämlich eine Unmaſſe von Wild- oder Flughafer in ihm iſt. Auf Feldern, die nicht in vorzüglicher Kultur ges halten ſind, nimmt er oft ſo überhand, daß man ein Gemiſch von Getreide ſieht, wo man oft nicht mit ſich eins werden kann, ob es Hafer oder eine andere Gtrei- veart ſeyn ſol. So auch hiex, Auf Breiten, die