Teil eines Werkes 
2 (1805) Geschichte der Einführung der feinwolligen spanischen Schaafe in die verschiedenen europäischen Länder und auf dem Vorgebürge der Guten Hoffnung. 2
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kängerer Aufſchub würde ihnen gefährlich ſeyn, da ſie zu dieſer Zeit vdllig ausgebildet ſind. Das Horden iſt wenig gebräuchli<m, die Er- fahrung hat es bewieſen, daß man mehr Vor- theil vom Miſt hat, wenn hinlänglich Stroh vor- handen iſtz im Gebürge, wo die Ställe ſelten ſind, und das Stroh ganz fehlt, wird gehordet, Sobald der Schnee die Erde bede>t, oder die Weide für die Schaafe nicht mehr ganz hinläng- lich iſt, werden ſie mit dem beſten Grummt (Nachmaht) im Stalle gefüttert; ein anderes Futter hat man nicht verſucht, da dieſes in Pie- mont ſo vorzüglich gut iſt. Man iſt aber Wil- lens, einen Verſuch) mit Kartoffeln zu machen, deren Anbau man in der Ebene ſtark zu betrei- ben anfängt. Jedes Lamm ſaugt nur ſeine Mutter, 22) nach vierzig Tagen treunt man ſie

101) Es wäre zu wünſchen, daß es angeführt wäre, wie die Piemonteſiſchen Schäfer es bewerkſtelli- gen, daß jedes Lamm, nur ſeine Mutter ſauget. Das einzige Mittel iſt: jedes Mutterſchaaf al? lein mit dem Lamm in einem Abſchlage zu ha? ben; wie machen ſie's aber, wenn dieſes nicht der Fall iſc? Mir ſcheint dieſes ſehr ſchwer zu ſeyn.

A, d, U.