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hundert in Schweden als eine leichte Sache be? trachtete Möglichkeit ganz verwarfen. Glükz- licherweiſe kann die kleine Anzahl der unter uns befindlichen Widerſprecher der Fortpflanzung die- ſer für unſern Kunſifleiß ſo nüßlichen Thiere kein Hinderniß in den Weg legen,
Alſtrömer;/?' welcher im Jahr 1715 einige Verſuche gewagt hatte, die ſchlechte Race der ſchwediſchen Schaafe durch deutſche nnd engli? ſche Racen zu veredlen, glaubte nicht bey die- ſer Veredlung ſtehen bleiben zu dürfen. Er ließ im Jahr 1743 eine Heerde Merinos aus Spay nien kommen, und es gelang ihm, eine Race, welche ſich nur in wärmern Ländern erhalten zu können ſchien, in einem ſo rauhen Elima wg miſch zu machen.
Die Regierung in Schweden war überzeugt, daß die Unwiſſenheit der ſchwediſchen Schäfer ein großes Hinderniß des guten Fortkommens dieſer Schaafe und ihrer Fortpflanzung ſeyn würde; ſie errichtete daher im Jahr 1739 eine Schäferſchule, und übertrug die Direction der- Jelben dem Herrn Alſtrömer. Die Reichsſtände ſezten im Jahr 1749 eine Summe Goldes zu


