Teil eines Werkes 
1 (1804) Geschichte der Einführung der feinwolligen spanischen Schaafe in die verschiedenen europäischen Länder und auf dem Vorgebürge der Guten Hoffnung. 1
Entstehung
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Gefühle nach, än Feinheit und Schönheit der Segowiſchen und Leoneſiſchen gleichkommen, der? geſtalt, daß man meines Erachtens ni<t mehr zweifeln darf: daß es leicht ſey, ſuperfeine Wolle an allen Orten zu gewinnen, wo man ſchikliche Weide für Schaafe findet und Winter- Futter?) genug für ſie erbauen kann. Dieſe Wolle giebt ein eben ſo feines, ſeidenartiges,

3) Aus eigener Erfahrung kann ich dieſes auch bezeugen. Will man aber gute Wolle von Land» ſchaafen und ſo viel als mögliH haben, ſo muß man auch. dieſe gut füttern und ſie. ni<t den Winter hindurch halb verhungern laſſen, ſo daß ſie die Hälfte Wolle verlieren, wel<es gewöhn- lich Folge des Hungers iſt, obgleich wenig Lands wirthe und no< weniger die unwiſſenden Schä- fer, die vielleicht nie ein gut genährtes Sc<h ag geſehen haben, es glauben oder eingeſtehen wolken. Wer gewohnt iſt ſeine Landſchaafe gut zu füt tern, kann auh ſpaniſche Sc<haafe halten, und fühn zur Veredlung ſchreiten. Er vermehrt da- durch ſeine Einnahme beträchtlich; 150 Rthl. von 100 Scaafen iſt kein zu hoch berechneter Ertrag, blos für die Wolle.

A. d, U.