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Schafzucht. 2. Abſchn. Geſchäfte im Monat Februar. (492)>
Spätlämme 2706 eingeführt iſt, ſo ſind nun alle nöthige Vor- Tehrungen zu treffen, daß es in dieſer wichtigen Periode an nichts Gehe Vor allem ſind die nöthige Anzahl von Kauen (Nothſtällen) 8 Tage ſeüber, als die Lammzeit eintritt, aufzu- ſchlagen, indem. fich d r Fall öfters 1: et, daß manche Mut- terſchafe"'vor der N Bör; gen Zeit gebären, und derley nicht ganz ausgezeitigte Lämmer in der Negel ſehr ſchwächlich ſind, daber gerade der ſorgſamſien Pilege bedürfen.
Die Kauen m! iſſen die Größe haben, daß nicht allein das Schaf ſich LEMIENT darin umwenden„ ſondern daß ſolches ſich auch mit ſein VII ſo niederlegen kann, daß letzteres nicht in Gefahr EDE von ſeiner Mutter erdrückt zu werden. Man macht ſie gewöhnlich 3 Schuh breit und 32 Schuh lang. Man pflegt auch jederzeit etwas größere Kauen vorräthig zu halten, wo die jenigen Mütter hineinkommen, welche Zwillingslämmer gebären. Jederzeit müſſen- dieſe kleinen Nothſtälle ſehr gut mit
Stroh einge ſtreut ſeyn und rein gehalten werden 3; denn nicht allein, daß dem Lamine und dem Schafe ein WOMEN: wärme- Än Lager-zu Theil wird, ſondern es wird auch die Neintichkeit
ur) ſehr befördert, was hinſichtlich der Kauen um ſo nd0- 3400 iſt 3; widrigenfalls dieſelben durch den Abſas 6 IRachge- burt der friſch abgelammten Schafe nur zu bald einen ſtinkeu- den ungeſunden Geruch aunehmen würden.
Beym Einfüttern der Kauen iſt den Schäfern jederzeit ans Herz zu legen, daß ſie die Schafe, wie es nur zu häufig ge- ſchieht, nicht mit kurzem Futte verunreinigen, indem fich ſol- <es in die Wolle ſetzt, und kaum mit der größten Mühe hber- ausgebracht werden kann, wodurch die Wolle an Werth verliert.
Nebſt den Kauen ſind die nöthige Zahl von Hürden, um ie Ab:heilunzen 1 die Lammſchafe machen zu können, ferner ie Fart icnen und„die Mexkzeiche n- Eiſen zum Sun
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ire en der* ig der Lämmer bey der Hand Ü e der 7 dießfalls keine Verwirrungen ent- t könn
Werden die trächtigen Schafe ausgetrieben, ſo ſind ſolche nu bey der herangerü&ten Lammzeit jeden-Tag vor dem ARus- treiben genau zu beobachten, ob nicht ein oder das andere Stück im Laufe des Tages lammen möchte:"Solche Schafe werden jederzeit im Sialle bebalten, um ſie bey Hauſe gebären zu laſ:
ſen. Auch n der Schaftnecht, dem die Obſorge der trächti- gen Schafe überlaſſen iſt, jederzeit einen mit zartem Grummet wohl verſorgten Lämmerſa> mit auf die Weide nehmen, um die neugeborenen Lämmer zu ſammeln, um ſolche gegen Kälte und ſcharfe Winde zu ſichern. Zu dieſem Zwecke verſieht er ſich auch beym Austreiben jedesmal mit einer doppelien' Zahl von RNummerbhölzern oder andern beliebigen Schäferzeichen, um die auf der Weide jung gewordenen Lämmer, ſammt ibren Müt- tern= um BVerwechſelungen zuvorzukommen= mit einerley Nummern oder andern Zeichen zu bezeichnen.
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