2. Abſchn. Schafraſſen. 33
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dium der Wenn man auch annimmt? daß alle dieſe Heerden, welche 01 dll von jeher nur durch Inzucht vermehrt worden ſind, und ſich Epoche in aus dieſer Urſache augenſcheinlich von einander<aracteriſiren, „Janiſchen zu der Raſſe der Merinos gehören, ſo bildet doch jede derſelben, daß mit in Folge ihrer immerwährend fortgeſehten homogenen(er un eren durch Inzucht, einen eigenen conſolidirten Stamm, welcher ſich Ez iſ 7 bey richtiger. Behandlung unverändert forterbt. Dieſe Stämme
wihtiew“<arafceriſiren ſich vorzüglich durch ihre verſchiedenen Geſtalten,
Jg hauptſächlich aber durch ihre Wolle, die durch die beſtändig plan» im 14t0p mäßig geleitete Jnzutht, im vielen Heerden, einen verſchiedenar: n gebracht tigen feſten Charakter angenommen hat, und ſich in den berühm« AMG teſten Heerden im Weſentlichen durch ihre Länge, nach dem Ze 00 Stamme, welcher ſie producirt, unterſcheidet. So zeichnen ſich 3, ten, und B. die anerkannt geſchätteſten Heerden Spaniens beſonders durch
er die ans ihre Stapelhöhe aus 3 es trägt nämlich der Stamm Paular im ne Unver ausgewachſenen Zuſtande vor der Schur, eine Wolle von 132 Zoll, in unſern der Stamm Guadaloupe von 12 Zoll, der Stamm Jufantado von ; 22 Zoll, der Stamm Negretti von 23 Zoll, nach öſtreichiſchem
(dh vieler» Maaße gerechnet. Dieſe Charaktere der Wolle werden in dieſen doh, die vorzüglichen Heerden ſo conſtant angetroffen, daß ſelten Abwei- t einandet<ungen Statt haben. Es iſt hiernach ſehr einleuchtend und ſtellt den Beweis her, wie ſehr diejenigen gefehlt haben, welche,
! nachdem ſie wirklich echte Merinos aus Spanien erhielten, aus mif den Unwiſſenheit alle Stämme zuſammen verpaartenz; indem derley 7 die urs Statt gehabte Transporte' gewöhnlich Muſterkarten der verſchie» ex Mert: Ddenartigſten Heerden waren. Der Schaden, welcher denjenigen, jen Lande welche auf dieſe fehlerhafte Weiſe manipulirt haben, hierdurch
zugewachſen, iſt größer, als man bisher wähnte, und nicht leicht zu repariren 3; ſo wie dieſe Verpaarungen auch hauptſächlich Schuld ſind, daß viele Eigenthümer von Merinosheerden keinen 1 der[eds gleichen Wollcharakter in denſelben bekommen können. Die Merinos gehören nicht zu den großen Schafraſſen, und
1. ein wohlgenährtes Schaf aus obengenannten Heerden wiegt in ;- Heerde, der Schurzeit, mit Inbegriff der ungewaſchenen Wolle, bey 70 Pf., antes, ein Widder 95 bis 100 Pf. Jenes liefert 7--8 Pf., dieſer aber ſind mit 10--12 Pf. ungewaſchene Wolle.
8.
; Das europäiſche Landſchaf. den Spa:
6. 50. Das europäiſche Landſchaf(Ovis Germanica),
Erzeugung wohin das deutſche Landſchaf gehört. Dieſes-<arakteriſirt ſich u länglich: durch hohe Beine, welche, ſo wie der Kopf=- gleich dem Muflon=- hängenden eine rothe oder ſchwärzliche Farbe haben;. dann durch eine Höhe und über: von 2- und eine Länge von 3x Schuh. Seine grobe Wolle iſt des Num: gemeiniglich weiß und wird gewöhnlich zweymaäl geſchoren, Jun nen, un) der Regel fehlen ihm die Hörner. Auch haben die Localitäten gro- H ßen Einfluß ſowohl auf die Süte der Wolle, als auf das Fleiſch.
ouye, Ne Dieſe Schafraſſe iſt durch ganz Europa verbreitet, und wird auch Eseurial, in den gemäßigten Theilen Aſiens gefunden. Jhr Fleiſch iſt ſaftig on Perel und wohlſchme>end, wenn auch nicht übermäßig fett. Doch rich- DM fet ſich die Feiſtigkeit nach der Beſchaffenheit der Weide, und man juan, M hat Beyſpiele von Überaus fetten Schafen z ſie freſſen ſich aber auch alsdann leicht faul. Es bringt in der Regel nur ein Lamm
und huh zur Welt z doch ſind Zwillinge eben keine Seltenheit. Man kann alniß; annehmen, daß es bey reichlicher Fütterung, ſo wie alle Schafe,
we zu größerer Fruchtbarkeit geneigt iſt,


