S3
mit Verſüchen bekannt machen, und viele von ihnen manche. gute Ideen mit ſich nach Haufe bringen. Im Ganzen wird dadurch die ſo nothwendige Nacheiferungs- begierde, und der public ſpirit erweckt, welcher ſo heil- ſam in der bürgerlichen Geſellſchafr iſt,
Zu dergleichen Aufmunterungen zur Beförderung des Ackerbau's kann auch ihr Plough- Match gerechnet werden. An manchen Orten werden Prämien für den Pflughalter ausgeſetzt, welcher in der kürzeſten Zeit am beſten pflügt, oder um zu erfahren, weiche Art Pflüge die brauchbarſten ſind. Die Prämie iſtgewöhnlich 2 GS. 7 Bey einem ſolchen Wettfeſte finden ſich die tauglichſiten Pfiughalter der Gegend ein, jedem wird dann ſein Stück Acker angewieſen, und wenn es gepflügt ift, wird von ſachkundigen Richtern dem tauglichſten Pflüger die Prä- mie zuerkannt. Um deſto-unpartheyiſcher ſeyn zu kön- nen, find dieſe Richter" beym Pflügen ſelbſt“ nichr zuge- gen, mithin werden ſicher die Preiſe in Rückſicht auf die Güte der Arbeit zuerkannt.
Solche Werfeſte haben einen doppelten Nützen, tbeils nemlich dienen fie zur Aufmunterung für den Pflü-
» ger in der Gegend, ſich Mühe zu geben gut zu pflügen, dann aber den noch wichtigern, daſs nemlich, da zwan- zig bis dreiſsig Pflüger aus vetſchiedenen Grafſchaften zu- ſammen pflügen, und jeder ſich des Pflugs ſeiner Gegend bedient, da einige 4, andere 2 Pferde, noch andere Och- ſen vorſpannen, die Landleute und Pflüger, welche zur Stelle find, ihre eingewurzelte Vorliebe für die Geräth- ſchaften ihres eigenen Landes abzulegen lernen, wenn ſie nemlich ſehen, daſs ein fremder Landmann mir ra- ſchen Pferden oder Ochſen und einem leichtern Pfluge ei- nen gewiſſen Acker beſſer, und vielleicht noch darzu in einer kürzern Zeit, pflügt,
Ich war bey einem ſolchen Plough- Match in der Grafſchaft Suſſex gegenwärtig; man pflügt gewöhnlich mit Ochſen, und der Landmann iſt dort auf den unge-
C


