Teil eines Werkes 
1 (1801) Bemeeerkinger om det engelske Landbrug
Entstehung
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England hat ſeine bürgerliche Freyheit vielleicht dem treuen Worthalten zu danken, welches überall, ſelbſt in den niedrigſten Volksklaſſen, wie das unverletzbarſte- Geſetz beobachtet wird. Ein Handſchlag und mündliches Angeloben ilt ſo gut und ſicher, als eine Verſchreibung. Verſpricht ein Handwerksmann mir zu einer beſtimmten Zeit eine benannte Sache, ſo kann ich ſicher ſeyn, daſs ich ſie erhalte; verſpricht ein Tagelöhner mir in des, Erndtrezeit für ein gewiſſes Tagelohn bey mir zu arbeiten, ſo bin ich ſicher, daſs er bey mir bleibt, wenn es auch in dem Augenblicke gegen ſein Intereſſe ſtreitet. Wenn er ſein Wort nicht hielte, würde er die öffentliche Ach- tung bey ſeines Gleichen verlieren. Doch muſs ich es auch nicht mit Stillſchweigen übergehen, daſs die engli« ſchen Polizeygeſetze viel hierzu beytragen, wovon ich ein Beyſpiel anführen will, wobey ich Augenzeuge ge- weſen bin.

Ich hielt mich in der Kornerndte bey einem ſehr ge- achteten Manne in der Grafſchaft Suffolk mit Namen Green auf, Er war Parish- Officer. Das will bey uns ſo viel ſagen, er verrichtete die Dienſte eines Kirchſpiel- vogts. Er foderte in ſeinem Sprengel die öffentlichen Auflagen auf Fenſter, Pferde, Hunde, Uhren u, ſ. w. ein, und überlieferte ſie an den Amtsverwalter der Graf- ſchaft. Für ſeine Mühe erhielt er gewiſſe P. C. von der eingeforderten Summe. Sein Nachbar hatte in der Ernd- tezeit fünf Jeſten angenommen, welche mit ſeinen Dien- ſten ſeine Saat abmehen, kehren, aufbinden und ins Haus bringen ſollten. Für dieſe hatte er ihnen pr. Acre 4 3. d. i. einen Reichsthaler, zu geben verſprochen. Dieſe fünf Menſchen waren im Anfange der Erndte ſaum- ſelig und ſchwierten im Kruge. Die Erndte war im Jahr 1797. ſehr ſchwierig, es regnete faſt jeden Tag. Wegen ihrer Saumſeligkeit zu Anfange der Erndte und des nach- her eintretenden ungünſtigen Wetters blieben ſie in ih- rer Arbeit gegen die ihres Nachbarn zurück. Darauf