Teil eines Werkes 
Ergänzungsband (1804) Albrecht Thaer's rhapsodische Bemerkungen zu B. Bell's Abhandlungen über den Ackerbau
Entstehung
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verdanfen. Wenn gleiH die von Jahrzehent zu Jähr- zehenf ſich einander verdrängenden mediciniſ<en Gy- ſteme und ſchulgere<ten Curmethoden einander ſos gerade enfgegengeſeßt ſind, daß es den Anſchein haf, als'müßfe nothwendig"durch die eine oder die andre eine große Menſchenzahl, die ven Aerzten in die Hände fiel, gemordet ſeyn, ſo iſt dies doM nicht der Fall. Wenn. gleich alle Krankheiten jeßt im ver» diefen inflammaforiſchen Blute, jeßt in den erſten Wegen, dann in den Nerven, bald im mangelnden Gauerſtoff, bald in derherabge» ſtimmten Erregung ihren Orund haben ſollten, und ſonac; Blutlaſſen, Bredhen und Purgi- ren, Nervenſtärfungen, Säuren und Reitz mittel in den Schriften und auf den Lehrſtühlen'der Aerzte= oſt ſogar eines und deſſelben jedesmal in- fallibeln Mannes=- an der, Tagesordnung waren; ſo hatte es do< damit in der Praxis im allgemeinen nicht ſo gar viel zu bedeuten, und eine gewiſſe ras tionelle Empirie haf bey der" wirklichen Behand» lung der Kranken über die Syſteme=- ſelbſt ihres ſchnellen Wechſels wegen='die Oberhand behalten 3 ſo daß man beſtimmt ſagen kann, es ſterben jeßf we- niger Menſchen an hißigen Krankheiten, beſonders junge Leute und Kinder, unter den Händen der Aexrz- tegleichviel ob dieſe Hänianer, Stollianer oder Bcow- nianer ſind. Weit'mehrere Krankheiten werden im erſten Anfange erſtiEtf, da jedermann gelernt baf, den Anzeigen der Natur mehr zu folgen, dieſe durch ein diäfätiſches Berhalten zu unterſtüßen und ihr nicht