Druckschrift 
G. Gazzeri's, Professors der Chemie zu Florenz, Neue Theorie des Düngers und seiner rationellen Anwendung im Landbau; oder auf Versuche gegründeter Beweis, daß nach der gewöhnlichen Art der Anwendung des Düngers im Landbau mehr als die Hälfte seiner düngenden Substanzen verloren geht / im Auszuge mit Anmerkungen und einer Nachschrift herausgegeben von C.F.W. Berg ...
Entstehung
Seite
105
Einzelbild herunterladen

== 006==

zeitige Anwendung des Miſtes"übervem noch zur Abs ſchaffung der Braache hinſtrebt, und, welches daſſelbe Capital wenigſtens einmal im Jahre erneuert, giebt der Praxis des Ländbaues Erwerbsmittel die in ſpä» fern. Zeiten in der Bevölferung und im Gedeihen ver Staaten bemerklich ſeyn werden; aber ſehr bald wird man die Beweiſe ihres Daſeyns im Wohlſtände der einſichtsvoöllen Individuen erblicken, welche die Prin- cipien dieſes Syſtems wohl zu benußen verſtehen.

Der Herr Verfaſſer hat zwar in der fölgenden Abhandlung auf die Verluſte aufmerkſam geinacht, welche aus der Fermentation des Düngers erwachſen: er hat aber unterlaſſen, darauf aufmerkſam zu'mächen, wel<her Vortheil dem Landwirth erwächſet, wenn er den Dünger''ſo viel als möglich in Thätigkeit ſeket. Statt aller weitläuftigen Demonſtrationen, will ich dieß durch eine Berechnung aus des Baron Crud Supplementband/(wovon ich zu Oſtern 4893 bei Baumgärtner in Leipzig eine Ueberſeßung herausgeben werde) zu Thaer"s Gründſäßen der'rationellen Land- wirthſchaft, einleu<htender zu machen ſuchen.

zr 34 nehme an, daß ein Laändwirth zwölf Stirs erwachſenes Rindvieh unterhält, die'er 2 des Jähres im Stalle und x auf der Weide ernährt, Jedes Rind» Vieh wird ihm vom 45. Ockober bis 45 Juni 7-Fu= der, vom 45. Juni bis 45. ODctöber aber'9 Füder- Miſt, jedes zu 20 Centner, bei reichlichem Futter uns guter Weide geben