Druckschrift 
Kurzer Entwurf der astronomischen Wissenschaften : Mit 7 Kupfertafeln / von J. E. Bode, Astronom und Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften zu Berlin
Entstehung
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EB 3 Abend und Morgenhimmel um gleiche Zeit eben die- ſelben Geſtirne zu ſehen.'

11. Der Mond leuchtet mit einer periodiſch ab? wechſelnden Lichtsgeſtalt. Wenn er bey der Sonne ſteht, iſt er unſichtbar, und für uns gar nicht erleuch? tet(Teumond). Einige Abende darauf zeigt er ſich na< Sonnenuntergang zuerſt wieder in Weſten ſichelähnlich.' Sieben Tage nach dem neuen Lichte fteht er 90* von der Sonne, iſt an der Weſtſeite halb erleuchtet, und des Abends um 6 Uhr in Süden. Am zx5ten Tage nach dem Neumond iſt er 180? von der Sonne, ſcheint mit vollem Lichte die ganze Nacht, und ſteht um Mitternacht in Süden. Hierauf nimmt fein Licht ab. Nach 7 Tagen hat er ſich wieder der Sonne von Weſten her bis auf 902 genähert, iſt noch Halb an der Oſtſeite erleuchtet, und erſcheint des Morgens um 6 Uhr in Süden. Er geht nachher in abnehmender Lichtsgeſtalt näher zur Sonne, und ömmt nach 29 Tagen mit derſelben abermal an einem Ort des Himmels. Der erleuchtete Theil iſt allemal der Sonne zugewendet.

12. Merkur und Venus ſind nur entweder des 9aAbends in Weſten ,/ oder des Morgens in Oſten ſicht? bar. Erſterer geht aufs höchſte 282 und lektere ax von der Sonne weg. Beyde bewegen ſich um die Zeit, da ſie das erſtemal mit der Sonne an einem Ort des Himmels erſcheinen, und ſonſt gewöhnlich