Druckschrift 
Grundsätze der teutschen Landwirthschaft / von Johann Beckmann
Entstehung
Seite
6
Einzelbild herunterladen

6 Einleitung.

man nicht vorher diejenigen Arbeiten, welche zur Gewinnung eines jeden der Naturalien er- fodert werden, vorher beſonders beſchrieben hat.

2. Die-allerſpecielleſten'ovder nächſten Mittol zur Gewinnung der Naturalien ſind die Zandtriffe, die zu den verſchiedenen Landwirthſchaftlichen| Arbeiten nöthig ſind. Dieſe können weder durch mündliche, noch ſchriftliche Anweiſung, ſondern nur duch Ue- bung völlig erlernet werden. Ein Landwirth muß ſie fennen, wenn er ſich gleich nicht ſelbſt Eine Fertigkeit darin zu erwerben braucht.

0,1134

Die Landwirthſchaft kan auf zweyerley Art, nämlich bloß practiſch, oder philo- ſophiſch gelehrt werden. Practiſch wird ſie gelehrt ,' wenn gezeiget wird, wieman die Vorſchriften und Anordnungen, der Vorfahren, zum Endzwecke der Landwirth- ſchaft, befolgen ſoll; philoſophiſch aber, wenn in ſyſtematiſcher Ordnung gründli- <he Anleitung gegeben wird, wie man zu eben dieſem Endzwecke, aus zuverläßigen Grundſäßen und richtigen Erfahrungen, die Mittel finden ſoll. Die blos practi- ſche Kentniß iſt oft unſicher, zu ſehr ein- geſchränkt und bey verſchiedenen Vorfaäl? len unzulänglich; die philoſophiſche Kent- niß aber gründet, ſichert und peer ie