Teil eines Werkes 
1 (1823)
Entstehung
Seite
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GO: 2.

Die Pflanzen und Gewächſe, welche hieher gehö-

ren, ſindſo wie alle Vegetabilien, lebende und wach».

ſende organiſche Körper, die fic) von den Animalien bloß dadurch am weſentlichſten unterſcheiden, daß ſie Feine Empfindung äußern, und feiner willführlichen Bewegung fähig ſind. Sie. nehmen übrigens ihre Nahrung mittelſt eigener dazu beſtimmter Werkzeuge (Organe) eben ſo wie die Thiere, nur auf andeie und verſchiedene Art, von Außen zu ſich, und führen ſie dann durch wieder andere und beſondere Organe in ihrem Innern in einem beſtändigen Kreislaufe herum wobey das Nöthige abgeſeßt, das Unnüße weggeſchafft, und wodurch eben das Leben und Wachsthum der Pflanzen bewirkt und erhalten wird.

Wie dieß Alles eigentlich geſchehe, umſtändlich zu beſchreiben, wird wohl Niemand von mir hier erwar- ten, da dieß nicht in die Lehre von der Landwirth- ſchaft, ſondern in die Naturbeſchreibung der Pflanzen gehört, und da es bey jedem Leſer- von einiger Bil- dung wohl ohnedieß vorausgeſeßt werden darf. Wer indeſſen hierüber einige Belehrung nöthig hätte oder wünſchte, den verweiſe ich auf jene zahlreiche Schrif- ten, die bereits über Phyſiographie und Phyſiologie der Pflanzen geſchrieben worden, oder auf jene land- wirthſchaftliche Schriftſteller, die dieſen Artikel, ob er gleich nicht eigentlich in die Landwirthſchaftslehre gehört, mit in ihre Schriften aufgenommen haben. Vorzüglich aber empfehle ich in dieſer Hinſicht jedem Landwirthe von Bildung oder von gutem Willen ſich zu bilden, folgende drey ganz vortreffliche Werke: