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„» Man nimmt von Epheu( hedera helix) getro>“- nete, oder noc< beſſer friſche Blätter 3 oder auch von der Meliſſe und dem Feldkümmel, von jedem zu gleichen Theilen, kocht jene oder dieſe in ei- ner halben Kanne(circa 14 Seidel öſterr. Maa- ßes)*) gutem ſtarken Bier**) bis auf die Hälfte ein, läßt es bis zur Milc<hwärme erkalten, und gießt es dann dem ſchwerlammenden Schaafe ein.““ Auch ſoll in dieſem Falle Krauſe- oder Roßmün- ze in ſtarkem Bier oder Wein gekocht, und den Schaafen lauwarm eingegeben von guten Folgen ſeyn.***) Herr Haſtfer räth, Poley oder Mün- ze gepülvert, oder den ausgepreßten Saft dieſer beyden Kräuter in ſtarkem Bier vermiſcht zu ge- ben. S112)
Wollte etwa nach vollendeter Geburt der Schaa- fe, die Nachgeburt nicht abgehen, ſo ſchlägt Hr. Petri*****) vor, dem kranken Schaafe einen Abſud von den Blättern des Segenbaums-******)(Junipe- rus Sabina) einzugeben, wodurch die Nachgeburt bald abgetrieben wird. Ein Abſud von Sellerie-
und Peterſilienblättern== ſagt er weiter= hat in
*) Ich ſetze voraus, daß die Verfaſſer vom Dresdner Maaße redeten 3 verſtanden ſie aber Leipziger Maaß ſo würde es etwa um 1/3 Seidel öſterr. mehr ſeyn. ſ. Nelkenhrehers Taſchenbuch der neue- ſten Münz- Maaß- und Gewichtsverfaſ- ſung,für die dſterr. Staaten bearbeitet von Gunz.
*«) Guter alter Wein müſte meines Erachtens hiezu wohl no beſſer ſeyn. t
*+**)| Geutebrü>'s geſammelter Unterri<t von
Shäfereyen.
“***)[ Haſtfer inoben5.1 angeführtemWerkfe
wx%%*)€ Das Ganzeder Schaafzu ht.
*x**e*) Nach den Botanikern: Sadebäum.


