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Christliche Leichpredigt. Bey der trawrigen Begrebnus, Weilandt der WolEdlen vnnd viel Ehren Tugendreichen Frawen, Dorotheæ Margaretæ von der Malsburgk, Gebornen Eddel Tochtern zu Bewren : Welche den 18. Januarii dieses 1600. Jahrs, in Gott sanfft vnd seliglich entschlaffen, vnd volgends den 28. gedachtes Monats in der Kirchen zu Obern-Elsingen, Christlich zur Erden bestattet worden ist / Gehalten durch Ioannem Brandis Dienern am Heiligen Wort Gottes daselbst
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teinen Menſchen horet / den ſie jemals mit einem Wort beleidigt. Wie ſie dann auch ſonſt fried⸗ fertig geweſen / welche Tugend Chriſtus preiſet / Math. 5. Den armen hat ſie viel guts vnnd handreichung gethan / vnd hat derſelbigen auch in jhrer Kranckheit nicht vergeſſen / Sie hat bey jederman zeugnis das ſie nicht geweſen ſtoltz vnd auffgeblaſen / ſondern demuͤtig vnd ſtille / welches GOtt wolgefellet / der den Hoffertigen wider⸗ ſtrebt den Demuͤtigen aber gnade gibt. . Pet. ʒ. Summa ſie hat alſo gelebt / das ſie ein gut ge⸗ růͤchte gehabt bey jedermann / das ſie GOtt ge⸗ foͤrchtet / vnnd niemandt vbel von jhr reden kan. Judith. s.

Darumb ſie war eine rechte Dorothea / das iſi / GOttes gabe / Welchen Namen Syrach amꝛ6. allen Thugendtſamen Frabven gibt / da er ſpricht: Ein Thugendſam Weib iſt eine ſchoͤ⸗ ne GOxtes gabe. Quch war ſie eine rechte Margarita / das iſt eine Perle / allermaſſen wie Salomon Proverb. 1. ſchreibet. Ein Thu⸗ gendtſam Weib iſt viel Edler dann die koͤſtlich⸗ ſien Perlen.

Vnd iſt kein ʒweiffel / da der Allmechtig Gott ſie lenger hette leben laſſen / das mann einen fei⸗ nen