ſo gering nicht ſchetzen / ſondern jhn fur die hoheſte vnnd ſchwereſte kunſt / vnd das hoheſte vnd ſchwereſte werck / mit vns / erkennen vnd halten.
Alſo konte ich auch ſagen / wie dieſe wahre Lehr vom ſaͤligmachenden Glauben / das Tridenriſche Geſet vom ſtetigen zweiffel an Gottes gnaden vnnd der Sãligkeit zuboden ſtoſſe. Aber ich laſſe das bleiben. Vns ſoll aber dieſe Lehr bewegen / das wir vns recht prufen ob wir im glauben ſein / Wie 2. Cor. 13. Sanct Paulus er⸗ mahnet / damit mann ſich nicht betriege / wie viele thun / welche jhnen ſelbs einen Glauben tichten / der kein Glau⸗ be ſondern nur ein eiteler wahn iſt. Vnd das wir vns im Goͤttlichen Wort vnd Heiligen Sacramenten / als den krefftigen von Gott zur beforderung vnd erhaltung des Glaubens verordneten mitteln / embſig exereiren / auch vmb ſtete wirckung / erhaltung vnnd vermehrun den HErren anruffen.
Haben wir nun alſo den vorgenommenen Text/ ver⸗ handelt / vnd zu vnſerm Troſt vnd vnterricht angehoͤrt. Beim Erſten Theil: Von der Chriſtgleubigen Men⸗ ſchen vnſterbligkeit / wo jhr Seelen nach dem Todt hin⸗ kommen / das wir fur allen dingen vnſere Seelen ver⸗ ſorgen ſollen / wie ſie am allerbeſten verſorget werden / vnd das ſolches nicht biß auffs letzte ſol geſparet werden.
Beim Andern Theil haben wir gehört: Womit ein Chriſten Menſch ſeiner Saͤligkeit konne verſichert werden / vnd was der wahrer Saͤligmachender Glaube ſey. GOtt gebe gnediglich das wirs zu ſeinem preiß
G iij vnd


