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Christliche Leichpredigt. Bey der trawrigen Begrebnus, Weilandt der WolEdlen vnnd viel Ehren Tugendreichen Frawen, Dorotheæ Margaretæ von der Malsburgk, Gebornen Eddel Tochtern zu Bewren : Welche den 18. Januarii dieses 1600. Jahrs, in Gott sanfft vnd seliglich entschlaffen, vnd volgends den 28. gedachtes Monats in der Kirchen zu Obern-Elsingen, Christlich zur Erden bestattet worden ist / Gehalten durch Ioannem Brandis Dienern am Heiligen Wort Gottes daselbst
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wie Sanct Bernhardus ernſtlich vermahnet / vber den Spruch Act. 3. Pœnitentiam agite, O Menſche / warumb ziereſtu den Leib ſo herrlich / vnnd meſteſt jhn mit koſtlicher Speiſe / weiſtu nicht das er nach wenig Tagen im Grabe von den Wuͤrmen ſoll gefreſſen wer⸗ den? Schmuͤcke viel mehr deine Seele / vnnd ziere ſie mit wahrer Bueß vnd guten Wercken. Dann ſie ſoll er⸗ ſcheinen fur Gott vnd ſeinen Heiligen Engeln. War⸗ umb yflegeſt du deines Fleiſches ſo wol / vnd achteſt dei⸗ ne Seele ſo gering? Die Seele ſoll ja herrſchen vber das Fleiſch / du aber leſſeſt das Fleiſch herrſchen vber die Seele. Bedencke wie werth vnſere Seele fur Gott ſey etc. Sihe da / wie hoch du deine Seele achten ſolt. Warumb gibſtu ſie dann ſo leichte dahin ? Wir tragen den Schatz in jrdiſchen Gefaͤſſen /2. Cor. 4. Laſſet vns derhalben wol zuſehen / das wir nicht anſtoſſen. Laſſet vns mit leichtfertigem Schweren vnnd bethewren vnſere Edle Seelen dem Teuffel nicht verſetzen. Gegen den grewlichen Seelmoͤrder den bo⸗ ſen Geiſt / welcher jederzeit vmb vns hergehet / wie ein brullender Lowe / vnd ſuchet den er verſchlinge 1. Pet. 5. Laſſet vns allezeit gefaſt vnd geruͤſtet ſein / damit er vns weder zur Rechten noch zur lincken beykommen konne. Vnd weil die Suͤnde der Seelen ſchaͤdlichſter Gifft iſt / Laſſet vns dieſelbige mit hochſtem fleiſſe meiden / vnnd flichen. Mach Syrachs lehre amꝛ1. Cap. Fleuch fur der Suͤnde wie fur einer Schlangen: Dann ſo dujhr

zu nahe kommeſt / ſo ſticht ſie dich. Ihre Zehneſeindt wie