Exempel des Schechers / welchem Chriſtus zuſagte / Er ſolte heut in derſelben ſtunde ſeines Todtes mit jhm im Paradeiß ſein. Luc. 23. Auch bezeugens die Worte Chriſti/ Mat. 10. Fuͤrchtet euch nicht vor denen die den Leib todten / vnd die Seele nicht todten konnen. Ich wil dadon nicht ſagen / das auch der vernuͤnfftigen Philo⸗ ſophen bey den Heiden etliche / als Plato / Socrates / Ariſtoteles / Cicero vnnd andere die vnſterbligkeit der Seelen nicht verneinet / ſondern mit Diſputiren vnd ſchreiben dieſelbigen gelehret / vnd bekant haben.
Vnſere Leiber zwar muͤſſen nach Gottes vnwan⸗ delbarem Raht vnd willen zur Erden werden / davon ſie gemacht vnd genommen ſeindt / Gen. 3. Eccl. 12. Pb “ ſie aber wol fuͤr vnſern Augen ohne alle bewegniß vnnd empfindligkeit da liggen / vnd kein Leben an jhnen geſehen wird. So kan doch nicht geſagt werden / das ſie des le⸗ bens gantz vnd gar beraubet ſein vnnd bleiben muͤſſen / weil ſie der Geiſt vñ vnendtliche lebendigmachendekrafft GOttes nicht verleſſet davon S. Paulus zun Roͤm. g. ſchreibet / So nun der Geiſt deſſen der Jeſum von den Todten aufferwecket hat / in euch wohnet / ſo wirdt auch derſelbig der Chriſtum von den Todten aufferwe⸗
cket hat / ewre ſterbliche Leibe lebendig machen / vmb des willen das ſein Geiſt in euch wohnet. Weil auch der Leib eben in den Bundt G O Ttes eingeſchloſſen / dar⸗ . in die Seele begriffen / welcher Bundt ein Brunquell
vnd Ader ſo wol der Chriſtgleubigen Leiber / als jhrer Seelen iſt. Vnd weil GOttſelbs / ein GOtt der
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